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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 96 Die Kraft Tirols in verschiedenen Gesellschaftsbereichen Ob Wirtschaft, Tourismus oder Wissenschaft – für LH Platter ist die Kraft Tirols an Abenden wie dem Tirol-Empfang in Wien be - sonders spürbar: „Tirol ist mehr als Natur, Tradition und Tourismus. Wir sind auch ein starker Wissenschafts- und Wirtschaftsstand - ort, der international geschätzt wird.“ Daß Kräfte gebündelt werden, ist dem Landeshauptmann ein besonderes Anliegen: „Wir haben viele Stärkenfelder und ich bin davon überzeugt, daß die Vernetzung unserer Stärken Tirol weiter voranbringt.“ So sind Tirol Werbung, Agrarmarketing Tirol und Stand - ortagentur Tirol unter dem Dach der Lebensraum Tirol Holding vereint. Gleichzeitig sei Tirol auch starker Standort für Kunst und Kultur: „Wie das vergangene Maximilian-Jahr zeigte, ist Tirol reich an kulturellen Schätzen. Unser Land besticht aber auch durch Spitzenleistungen in den diversen Bereichen und herausragenden Persönlichkeiten. Das zeigt sich auch am heutigen Abend“, sagte Platter. ten des Physics Frontier Centers sowie im Beirat des Arnold Sommerfeld Center for Theoretical Physics der Universität München ist Zoller tätig. Bei drei FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung)-Projekten war Peter Zoller maßgeblich miteingebunden – zahlreiche Auszeichnungen und verliehene Mitgliedschaften, bei - spielsweise die Ehrendoktorwürde an der Uni versität Colorado Boulder, der Micius Quantum-Preis, der John Steward Bell Prize, der Norman F. Ramsey Prize, der Wolf-Preis in Physik, der Hamburger Preis für Theoretische Physik oder der Willis-E.-Lamb-Preis, sind Peter Zoller zu eigen. Heute ist er Physikprofessor an der Universität Wien und seit Juli 2019 Direktor des Instituts für Quantenphysik und -information der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. n Lebensretter in Kroatien Landeshauptmann Stelzer ehrte oberösterreichisches Ehepaar, das in Kroatien zu Lebensrettern wurde Kristina Sprenger wurde 1976 in Innsbruck geboren und lebt heute in Niederösterreich und Wien. Mit 15 Jahren nahm sie professionellen Schauspielunterricht am Landestheater Innsbruck und studierte nach der Matura am Konservatorium Wien. Bereits während ihres Studiums stand sie auf zahlreichen Bühnen und war mit mehreren Stücken wie Hamlet oder La Cage aux Folles auf Tournee. Im Jahr 2000 schloss sie ihr Diplomstudium mit Auszeichnung ab und spielte im selben Jahr bei den Tiroler Volksschauspielen Telfs. Seit 2001 ist Kristina Sprenger im Fernsehen zu sehen. Nach 13 Jahren Serienarbeit zog sie es wieder ins Theater: Seither ist sie Intendantin des Stadttheaters Berndorf. Nach wie vor steht Kristina Sprenger auch vor der Kamera und tourt zudem mit Lesungen und Programmen durch Österreich. Sie wurde bereits mit dem Romy, dem Cine Tirol Award und dem Ehrenzeichen in Gold der Stadt Kitzbühel ausgezeichnet. Peter Zoller wurde 1952 geboren. Er ist theoretischer Physiker und arbeitet auf dem Gebiet der Quantenoptik und Quanteninformation. Er schloss sein Studium 1977 in Innsbruck ab und habilitierte im Jahr 1981. Peter Zoller war nicht nur an der Universität Innsbruck tätig: Er unterrichtete zudem an der Universität Colorado. Auch in Beirä- Foto: OÖ / Max Mayrhofer Luise und Johannes Ringdörfer waren bei Landeshauptmann Thomas Stelzer zu Gast Nach drei Jahrzehnten verabschiedete sich keit: Als Feuerwehrmann ist er es gewohnt, Luise Ringdörfer aus dem oberösterreichischen in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf Landesdienst in die Pension. Beim wohlverdienten Urlaub zum Ende ihrer Be - rufslaufbahn wurden sie und ihr Ehemann Johannes sogleich zu Lebensrettern. Dem geistesgegenwärtigen Handeln von Johannes und Luise Ringdörfer hat der Ur - lauber in Kroatien sein Leben zu verdanken: Das Ehepaar aus Wartberg ob der Aist war ebenfalls in der Nähe von Porec, Kroatien, auf Urlaub, als sie Hilfeschreie aufhorchen ließen. Johannes Ringdörfer zögerte keine Sekunde und tauchte mit einem weiteren Ur - lauber sogleich nach der bewußtlosen Person. Luise Ringdörfer setzte währenddessen am Land die Rettungskette in Gang, verständigte die Einsatzkräfte und rief in der näheren Umgebung um Hilfe. Durch ihren Einsatz fand sich ein Arzt, der hinzukam und ebenfalls half, bis der Notarzt eingetroffen war. Für Johannes Ringdörfer ist ein derart be - zu bewahren und sich für andere einzusetzen. Landeshauptmann Thomas Stelzer dankte den beiden Lebensrettern mit einer Dankes- und Anerkennungsurkunde des Landes Oberösterreich. „Ich bin dem Ehepaar Ringdörfer dankbar, daß sie durch ihr rasches Handeln einem weiteren Urlauber das Leben retten konnten. Ihnen gehört mein Respekt, sie sind ein Vorbild für alle Mitmenschen in unserem Bundesland sowie für das Land Oberösterreich, selbst im Ausland“, so der Landeshauptmann beim Austausch mit dem Ehepaar. Das Ehepaar selbst wird diesen Urlaub nie vergessen: Sie waren froh, durch ihren Einsatz ein Leben retten zu können. „Wie wir bei diesem Vorfall leider selbst miterlebten, ist es offenbar keine Selbstverständlichkeit mehr, zu helfen anstatt zuzusehen. Wir sind daher stolz, unser Bundesland so positiv im Ausland vertreten zu haben“, herztes Eingreifen eine Selbstverständlich- so das Ehepaar Ringdörfer. n »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Personalia Ehrenbürger der Stadt Wien Er prägte die Stadt und die Kommunalpolitik wie kein anderer Bürgermeister vor ihm: Michael Häupl war von 1994 bis 2018 Wiens Stadtoberhaupt. In den 24 Jahren seiner Amtszeit führte er Wien in die EU, be - gleitete das Wachstum und den Erfolg der Stadt hin zu einer weltoffenen Metropole mit der höchsten Lebensqualität weltweit. Sein politischer Scharfsinn, seine legendären Sa - ger wie „Mei Wien is net deppert“ und seine Leidenschaft für die Stadt und ihre BewohnerInnen machten Häupl zum Kult-Bürgermeister. Zu seinem 70. Geburtstag wurde er nun zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Am 13. September wurde Michael Häupl von seinem Nachfolger und Wiener Bürgermeister Michael Ludwig die Urkunde für die Ehren-Bürgerschaft der Stadt Wien überreicht. An der Ehrung im Stadtsenatssitzungssaal im Rathaus nahmen hochrangige Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Me - dien teil – darunter Wegbegleiter wie die ehemaligen Vizebürgermeister Renate Brauner, Grete Laska und Bernhard Görg, Landtagspräsidenten Ernst Woller, Harry Kopietz, ÖGB-Chef Wolfgang Katzian sowie die Mitglieder der vergangenen und aktuellen Stadtregierung. Außerdem gratulierten der ehema - lige Bundeskanzler Franz Vranitzky, die ehemaligen Landeshauptleute Erwin Pröll aus Niederösterreich und Hans Niessl aus dem Burgenland sowie Wirtschaftskammer-Wien Präsident Walter Ruck. Die Laudatio hielt Ex-Raiffeisen-Generaldirektor und ehemaliger Flüchtlingskoordinator Christian Konrad. Bürgermeister Michael Ludwig strich die Verdienste seines Vorgängers Michael Häupl für die Stadt hervor, die regelmäßig in Rankings und Städtevergleichen zu Lebensqualität und Innovation die vordersten Ränge belegt. Häupl hätte in seiner Zeit als Stadtoberhaupt viele Visionen für die Stadt umgesetzt und Vieles auf den Weg gebracht. Ludwig versicherte seinem Vorgänger, er werde sein Erbe fortführen und die Stadt schöpferisch weiterentwickeln. Er werde „keine Bewerbungsrede“ halten, sagte Laudator Konrad. Er strich das be - sondere Charisma, das Selbstbewußtsein und insbesondere die Haltung von Alt-Bürgermeister Häupl hervor. Als Wissenschafter sei Als Ehrenbürger wird Alt-Bürgermeister Michael Häupl auch auf der Ehrentafel im Rathaus verewigt werden Foto: PID / C.Jobst Foto: PID / C.Jobst v.l.: Erwin Pröll (Alt-Landeshauptmann von Niederösterreich), Alt-Bürgermeister Michael Häupl, Hans Niessl (Alt-Landeshauptmann vom Burgenland) Bürgermeister Michael Ludwig Alt-Bürgermeister Michael Häupl (r.) und sein Nachfolger Bürgermeister Michael Ludwig er davon geprägt gewesen, komplexe Probleme mit Intellekt zu lösen, strategische Überlegungen dem Bauchgefühl vorzuziehen, und habe diese Herangehensweise auf die Politik angewandt. Den Beitritt zur EU und den Fall des Eisernen Vorhangs hätte Häupl als Chance erkannt und für die Stadt genutzt. In seinen 24 Jahren als Stadtoberhaupt – übrigens die bislang längste Amtsperiode eines demokratisch gewählten Wiener Bürgermeisters – hätte er mit Lust und Leidenschaft für die Stadt gearbeitet. Für den 70. Geburtstag wünschte Kon rad: „Genieß den Ehrenbürger und den Spritzwein.“ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 97 Michael Häupl nutzte seine Dankesrede für eine Appell an seine PolitikerkollegInnen: Sie sollten auch in Wahlkampfzeiten Vorbilder sein und respektvoll auch in der Wortwahl miteinander umgehen. Deshalb sehe er einige seiner „Sager“ im Nachhinein auch selbstkritisch. Ein Vorbild für respektvolles Miteinander sei auch die Sozialpartnerschaft. Es gelte pfleglich mit dem Instrument umzugehen, schließlich sei sie mit der De - mokratie einer der Grundpfeiler für den Wohlstand des Landes. Besonders stolz zeigte sich Häupl, daß es Wien gelungen sei, die Chancen, die der EU-Beitritt gebracht hat zu ergreifen. Wichtig sei auch, daß Wien sich zu einer Wissenschafts-Stadt gewandelt hätte. Wien als Stadt des Wissens sei das Kapital für den künftigen Wohlstand der kommenden Generationen. Abschließend bedankte er sich bei den WienerInnen, die es ihm erlaubt hätten, über eine so lange Zeit der Stadt als Bürgermeister vorzustehen und für Wien ar - beiten zu dürfen. Als Ehrenbürger wird Michael Häupl auch auf der Ehrentafel im Rathaus verewigt, im Verbindungsgang zwischen Bürgermeister-Büro und Steinsaal, dem „Vorzimmer“ zum Stadtsenatssitzungsaal und Ort der wöchentlichen Bürgermeister-Medienge - spräche während seiner Amtszeit. n https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_H%C3%A4upl

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