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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Gastronomie & Kulinarisches Carnuntum wird nächstes DAC-Weinbaugebiet 90 Das Gebiet einigte sich auf die drei Stufen Gebietswein, Ortswein, Riedenwein und setzt auf renommierte Sorten Die Familie der österreichischen Weinbaugebiete mit DAC-Status wächst wei - ter: Nach gründlichen Überlegungen und re - gionaler Konsensfindung legte das Weinbaugebiet Carnuntum einen DAC-Verordnungsentwurf vor, der nun von der Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus Maria Patek unterzeichnet wurde. Damit wird Carnuntum zum 14. österreichischen Weinbaugebiet mit spezifischem Schutz für gebietstypische Weine. „Mit der nun beschlossenen DAC-Verordnung schlägt auch das Carnuntum den er - folgreichen Weg des Herkunftsmarketings ein. Es ist den Winzern gelungen, ein Profil herauszuarbeiten, das die Spezifika ihres Ge - biets bei Rot- und Weißwein unmißverständlich transportiert und für noch stärkere Un - verwechselbarkeit sorgen wird“, resümiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM). Drei Stufen, gebietstypische Rebsorten Wie die Steiermark sowie das Kamp-, Krems- und Traisental setzt auch das im Osten von Wien gelegene, 906 Hektar Weinbaufläche umfassende Carnuntum künftig auf eine dreistufige DAC-Regelung: Gebiets - wein, Ortswein und Riedenwein. Der Sortenspiegel fokussiert auf die Paradesorten des Gebiets: bei den Weißweinen Chardonnay, Weißburgunder und Grüner Veltliner, bei den Rotweinen Zweigelt und Blaufränkisch. Reinsortige Carnuntum-DAC-Weine müssen ausschließlich aus diesen Sorten vi - nifiziert werden, Verschnitte zu mindestens zwei Dritteln. Das bedeutet, daß Cuvées auch bis zu einem Drittel andere Qualitätsweinrebsorten enthalten können – beim Rotwein etwa St. Laurent, Cabernet Sauvignon oder Merlot. Foto: ÖWM / Marcus Wiesner Blick auf einen Weingarten in Höflein mit der dem Hl. Ulrich geweihten Pfarrkirche Geschmacksprofil Mit charakterstarken Rotweinen und kraftvoll-strukturierten Weißweinen kann das Carnuntum schon seit einiger Zeit aufzeigen. Die neue DAC-Verordnung sieht vor, daß alle Weine der Geschmacksrichtung „trocken“ zu entsprechen haben und Rotweine zudem einen Alkoholgehalt von mindestens 12,0 % vol. aufweisen müssen. Dar - über hinaus sollen Orts- und Riedenweine ge - nügend Zeit für die Entwicklung ihres eigenständigen und ausdrucksstarken Charakters erhalten: Der Antrag zur Erlangung der staatlichen Prüfnummer darf bei Weißwein nicht vor dem 15. März und bei Rotwein nicht vor dem 1. November des auf die Ernte folgenden Jahres erfolgen. Rubin Carnuntum bleibt bestehen Die etablierte Marke „Rubin Carnuntum“ bleibt parallel zur DAC-Verordnung bestehen und ist auch in Zukunft Garant für besonders gebietstypische Zweigelt-Weine. Was bedeutet DAC? Districtus Austriae Controllatus (DAC) ist eine gesetzliche Herkunftsbezeichnung für gebietstypische Qualitätsweine aus Österreich. Wenn also auf einem Weinetikett der Namen eines Weinbaugebiets in Kombination mit „DAC“ steht, hat man einen für das Gebiet typischen Qualitätswein vor sich. Ein »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at DAC-Wein darf nur aus den für dieses DAC- Gebiet festgelegten Rebsorten erzeugt werden und muß allen Vorgaben der vom jeweiligen Gebiet festgelegten Verordnung entsprechen. In Österreich gibt es derzeit 14 DAC-Weinbaugebiete. Weine, die den DAC- Anforderungen nicht entsprechen, tragen die Herkunft des jeweiligen Bundeslandes und sind Teil der Weinvielfalt auf dieser Herkunftsebene. Zugelassene Rebsorten m Weißwein: Grüner Veltliner, Weißburgunder, Chardonnay m Rotwein: Zweigelt, Blaufränkisch m Cuvées zu mindestens 2/3 aus diesen Rebsorten, Rest: Qualitätsweinrebsorten Geschmacksrichtung: trocken Alkohol: min. 12,0 % vol. Herkunftspyramide: m Gebietswein m Ortswein m Riedenwein https://www.oesterreichwein.at/ n

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Personalia Burgenländische Weidegans 365 Tage lang genießen 91 Die Landwirtschaftskammer stellte in Güttenbach ihr neues Projekt »Gans gut – Weidegans im Glas« vor. Foto: Burgenländische Landwirtschaftskammer »Gans im Glas«: Gastwirte und Gänsebauern präsentierten mit LK-Präsident Nikolaus Berlakovich (Miite) die neuen Produkte Am 23. September präsentierte die Landwirtschaftskammer im südburgenländi- wird gesteigert und wirkt sich positiv auf Haltbarkeit der Gänseprodukte zu finden und gepflegt. Die Lebensqualität in der Region te zu sammeln, Verpackungssysteme für die schen Restaurant HangarONE in Güttenbach das Projekt "Gans gut - Weidegans im Glas". Das Projekt beschäftigte sich mit der Verarbeitung und Vermarktung der burgenländischen Weidegans. Diese ist nicht nur aufgrund des Landespatrons des Hl. Martin heimliches Wappentier des Burgenlands, sondern auch eine saisonale Spezialität und kulinarischer Kulturträger. Um ganzjährig in den Ge nuß der Weidegans zu kommen, wurde die - ses Projekt ins Leben gerufen. GastwirtInnen und GänsebäuerInnen aus dem Südburgenland kreierten gemeinsam Rezepte, wie beispielsweise klare WeideGanslsuppe im Glas. Sie machen damit diese Spezialität 365 Tag lang zu einer zeitlosen Delikatesse. Die Gänse sind in der Nachkriegszeit aus wirtschaftlichen Gründen fast gänzlich aus dem Burgenland verschwunden. Doch seit mittlerweile 16 Jahren beschäftigen sich um die 20 landwirtschaftliche Betriebe mit der Weideganshaltung. Derzeit werden im Burgenland 6.000 Weidegänse gehalten. Die Gänse werden in der Gastronomie und in der regionalen Direktvermarktung abgesetzt. „Durch großzügige Weideflächen, viele Sonnentage und Jahrhunderte altem Fachwissen bietet das Südburgenland ideale Voraussetzungen für die Gänsehaltung. Hier ent - den Tourismus aus. Das Projekt ,Gans gut – Weidegans im Glas‘ wurde durch das Netzwerk Kulinarik unterstützt und zeigt wieder einmal welche kreativen und innovativen Produkte die Landwirtschaft hervorbringt. Bauern und Gastwirte ziehen gemeinsam an einem Strang und zeigen, daß durch Innovation nicht nur neue Produkte entstehen, sondern auch der Wertschöpfungskreislauf in der Region geschlossen wird. Die Nachfrage nach Regionalität steigt auch beim Konsumenten. Dieser sehnt sich immer mehr nach authentischen und gebietstypischen Lebensmitteln. Durch das Projekt kann nun die Weidegans das ganze Jahr über genossen werden. Auch Gäste des Burgenlands können mit der haltbargemachten ,Gans im Glas‘ diese Spezialität zu sich nach Hause nehmen und geniessen“, so Präsident Nikolaus Berlakovich. „Durch das Projekt wird eine beinahe ganzjährige Versorgung mit Weidegansprodukten aus dem Südburgenland gewährleistet. Gemeinsam mit Wirten und Bauern wur - den Workshops durchgeführt, Konzepte und Rezepte für die gesamte Verwertung der Weidegans erarbeitet. Dabei haben sich Synergien aus dem kulinarischen und landwirtschaftlichen Bereich ergeben. Mit den kre - ierten Rezepten wollen wir die Küche an die Gänse, die nicht als marktgängige Frischeware verkauft werden können, zu verwerten. Außerdem soll das burgenländische Wappentier auch ganzjährig als ,Gans im Glas‘ für Touristen, auf Messen und Ausstellungen verfügbar sein. Auch Kleinhaushalte, denen eine ganze Gans zu viel ist, sollen trotzdem in den Genuß der burgenländischen Weidegans kommen können“, berichtet Christian Reicher, Projektleiter Bezirk Güssing/Jennersdorf. Die erarbeiteten Konzepte und Informationen über die burgenländische Weidegans sowie die gesammelten Rezepte zu dem Projekt „Gans im Glas“ sind in der Broschüre „Gans gut – Weidegans im Glas“ nachzulesen. Traditionell und neu interpretierte Ge - richte wie WeideGanslaufstrich, Jiddysche WeideGänseleber, Gänserillett „Marie“ von der WeideGans, Uhudler WeideGansl oder WeideGanslbeuschl sind nur einige Spezialitäten, die in der Broschüre zu finden sind. Die Produkte selbst werden voraussichtlich noch dieses Jahr direkt bei den Gänsebauern und Bauernläden erhältlich sein. Das Projekt wurde über den Cluster „Produktentwicklung, -präsentation und -vermarktung für regionale landwirtschaftliche Qualitätserzeugnisse“ innerhalb des Netzwerks steht ein regionales Top-Produkt. Durch die Natur anpassen. Hauptziele dieses Projektes Kulinarik finanziert. n Weidehaltung wird auch die Kulturlandschaft waren, traditionelle burgenländische Rezep- https://bgld.lko.at/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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