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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 8 Österreich, Europa und die Welt Österreichs Diplomatie als aktive Schnittstelle zwischen internationaler Politik und Wirtschaft Wie das Außenministerium österreichische Exportunternehmen unterstützt Die Unterstützung österreichischer Un - ternehmen im Ausland ist seit jeher Teil der Aufgaben der österreichischen Diplomatie. Das Image Österreichs als attraktiver und kompetitiver Wirtschaftsund Industriestandort zu bewerben, gehört zum täglichen Job österreichischer Diplomatinnen und Diplomaten. „Österreichs Botschaften haben dabei in den letzten Jahren einen Quantensprung in Bezug auf die Servicequalität für exportorientierte Unternehmen ge - macht, auch im konsularischen Bereich“, meint der Vorstandsvorsitzende der Rosenbauer International AG, Dieter Siegel. „Durch ein spürbar neues Selbstverständnis der Diplomatie agieren unsere Vertretungen zunehmend auch als aktive Schnittstellen zwischen internationaler Politik und Wirtschaft, die die bestehenden Institutionen der Aussenwirtschaft sinnvoll ergänzen und komplettieren.“ Foto: BMEIA-Presseabteilung I.3 v.l.: Wirtschaftsdelegierter Christian Kesberg (AC London); Gesandte Erika Bernhard (BMEIA-Unternehmensservice); Gesandte Yvonne Toncic- Sorinj (Leiterin der Abteilung III.1/Grundsatzfragen Europas), Botschafter Gregor Schusterschitz (Österreichs Vertreter in der EU Ratsarbeitsgruppe zu den BREXIT-Verhandlungen in Brüssel), Monica Rintersbacher (Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria) und Gesandte Ulrike Ritzinger (Leiterin des BMEIA-Unternehmensservice) Immer dann, wenn die Lösung eines Problems nur über diplomatische oder politische Intervention herbeigeführt werden kann, kommt das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) ins Spiel. Auch laufende politische und wirtschaftspolitische Analysen, der Einsatz für österreichische Interessen in multilateralen Gremien, die Herstellung hochrangiger politischer Kontakte, die konsularische Unterstützung österreichischer Firmen, der konsularische Schutz für deren österreichische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ausland oder die „Wirtschaftspartnerschaften“ der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) des Außenministe - riums sind Teil der Wirtschaftsdiplomatie. Seit 2016 gibt es im Außenministerium eine zentrale Anlaufstelle für österreichische Unternehmen: Die Abteilung für Unternehmensservice fungiert als Koordinationsstelle zur Unterstützung von Unternehmensanliegen. Wichtigster Partner des BMEIA-Unternehmensservice bei der Unterstützung österreichischer Unternehmen im Ausland ist – abgesehen von den eigenen Botschaften und Generalkonsulaten im Ausland – die Aussenwirtschaft der Wirtschaftskammer (WKO). Die Expertinnen und Experten des Außenministeriums setzen sich in Abstimmung mit anderen Fachressorts - wie z.B. dem Finanzministerium oder dem Wirtschaftsministerium – auch dafür ein, nachteilige Auswirkungen durch Sanktionen anderer Staaten abzuwehren bzw. für österreichische Unternehmen möglichst gering zu halten. Bei der Suche nach Lösungen fungiert das BMEIA-Unternehmensservice als Drehscheibe zwischen der WKO, der Industriellenvereinigung, der österreichischen Bundesregierung und diversen Akteuren auf EU-Ebene. Mit dem Ziel, ein tragfähiges internationales Netzwerk zu schaffen, das Österreich bei der Durchsetzung seiner Interessen hilft, organisiert das BMEIA-Unternehmensservice mit inhaltlicher Unterstützung durch die Aussenwirtschaft und die Industriellenvereinigung ein internationales Besuchsprogramm namens „ALPS“ (Austrian Leadership Program Series). In Anlehnung an das amerikanische Vorbild lädt das Außenministerium dabei ein- bis zweimal jährlich eine Gruppe internationaler Führungskräfte aus Nicht-EU-Ländern ein, um ihnen das moderne und innovative Österreich zu präsentieren - eine Investition, die sich langfristig als wertvolles Kapital erweist, denn viele der mittlerweile 250 Absolventinnen und Absolventen von ALPS unterstützen österreichische Anliegen im Ausland mit Begeisterung. Ein Beitrag der Abteilung IV.2 Unternehmensservice im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres. Ú https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/leben-im-ausland/treffpunkt-auslandsoesterreicherinnen/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Neues Integrationsbarometer Hajek-Befragung: 90 Prozent befürworten Ausweitung verpflichtender Integrationsmaßnahmen – Stimmungsbild eingetrübt – Zusammenleben mit MuslimInnen wird zunehmend kritisch bewertet Im Sommer befragte Meinungsforscher Pe - ter Hajek im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) 1.000 ös terrei chi - sche StaatsbürgerInnen ab dem 16. Lebensjahr zum Zusammenleben von ÖsterreicherInnen, ZuwanderInnen und Flüchtlingen. Integration diverser Bevölkerungsgruppen Insbesondere UngarInnen, KroatInnen, PolInnen und BosnierInnen gelten als gut integriert. Auch SerbInnen verfügen über eine positive Bewertung 9 42 % bewerten Zusammenleben mit ZuwandeInnen positiv, 53 % negativ Was das Zusammenleben von ÖsterreicherInnen und ZuwanderInnen betrifft, hat sich die Stimmung im Vergleich zur letzten Befragung im Winter 2018 eingetrübt: Wa - ren es Ende letzten Jahres noch 48 % der Be - fragten, die das Zusammenleben von ÖsterreicherInnen und ZuwanderInnen positiv be - werteten, sank dieser Wert im ersten Halbjahr 2019 auf 42 %. Besonders kritisch wird das Zusammenleben mit Muslim/innen bewertet: 62 % der Befragten empfinden dieses als negativ (vgl. Winter 2018: 59 %). 6 von 10 Befragten befürchten eine Ausweitung des politischen Islam. Sehr unterschiedlich wird die Integration verschiedener Herkunftsgruppen eingeschätzt: Weniger oder gar nicht gelungen wird die Integration von Af - ghanInnen (74 %), TschetschenInnen (70 %) und SomalierInnen (57 %) angesehen. Als gut integriert gelten hingegen insbesondere UngarInnen (77 %), KroatInnen (75 %), PolInnen (64 %) und BosnierInnen (59 %) Staatliche Evaluierung des islamischen Religionsunterrichts gewünscht 8 von 10 Befragten sprechen sich beim Themenbereich Integration und Schule vor allem für strengere staatliche Kontrollen bei Inhalten des islamischen Religionsunterrichts sowie bei der Auswahl islamischer Re - ligionspädagogInnen an österreichischen Schulen aus. 7 von 10 Befragten finden zu - dem, daß das Tragen eines Kopftuchs für Mädchen bis zur Mittelstufe beziehungswei - se der AHS-Unterstufe sowie auch für Kindergartenpersonal und LehrerInnen untersagt sein sollte © Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) Mehrheit gegen stärkere Rücksichtnahme auf religiöse Gepflogenheiten Generell spricht sich die Mehrheit der Befragten (70 %) dagegen aus, im öffentlichen und gesellschaftlichen Zusammenleben stärker auf religiöse Gepflogenheiten Rücksicht zu nehmen. 11 % aller Befragten zeigen Verständnis für die Einhaltung von Gebetszeiten während der Arbeitszeit, 15 % zeigen Bereitschaft für eine stärkere Rück - sichtnahme auf religiöse Feiertage 9 von 10 Befragten befürworten verpflichtende Integrationsmaßnahmen Im Sinne der Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen in die österreichische Gesellschaft befürworten 90 % der Befragten verpflichtende Maßnahmen sowie eine Sanktionierung, sofern diese Maßnahmen nicht erfüllt werden. Besonders hoch ist der Zuspruch etwa für Deutschkurse für Imame (90 %) oder Deutschkursförderung in den Sommerferien für Kinder mit Sprachschwierigkeiten (90 %). Die seit Inkrafttreten des Integrationsgesetzes 2017 verpflichtenden Werte- und Orientierungskurse für Flüchtlinge erfahren hohe Zustimmung: 8 von 10 Be - fragten wünschen sich einen Ausbau dieser Maßnahme. n http://www.integrationsfonds.at/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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