Aufrufe
vor 2 Monaten

Ausgabe 189

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Chronik Opfer des Zweiten Weltkrieges Bundesratspräsident Karl Bader und Oberösterreichs Landtagspräsident KommR Viktor Sigl besuchten das KZ Mauthausen und die Außenlager Gusen I und II 86 Foto: Land OÖ / Max Mayrhofer BR-Präs. Karl Bader und LT-Präs. KommR Viktor Sigl besuchten gemeinsam mit dem polnischen Honorarkonsul Batlomiej Rosik, LAbg. Bgm. Anton Froschauer, LAbg. Alexander Nerat, Bezirkshauptmann Werner Kreisl und Bgm. Erich Wahl das KZ Mauthausen. Anläßlich des 117. Geburtstags von Leopold Figl am 2. Oktober und des 80jährigen Gedenkens des Beginns des Zweiten Welt kriegs am 1. September besuchten Bun - desratspräsident Karl Bader und Oberösterreichs Landtagspräsident KommR Viktor Sigl das KZ Mauthausen und die Außenlager Gusen I und Gusen II und sie gedachten der unzähligen Opfer des Nationalsozialismus. „Trotz seiner Haft im KZ Mauthausen hat Leopold Figl weiterhin vorwärts geblickt, ohne dabei die Vergangenheit aus den Augen zu verlieren. Die Nationalsozialisten haben diesen großen Österreicher nicht brechen kön nen. Figl hat nach dem Zusammenbruch der NS-Gewaltherrschaft den Samen der Demokratie gesät, aus dem zunächst eine zarte Pflanze und heute ein starker Baum mit festen Wurzeln gewachsen ist. Dieser Baum bedarf aber der regelmäßigen Pflege, er darf nicht sich selbst überlassen werden. Wir dürfen die Demokratie nicht als selbstverständliches Geschenk erachten, sondern als etwas, das wir uns immer wieder neu erarbeiten und manchmal auch erkämpfen müssen. Demokratie ist nicht einfach, sie ist ein komplexes und empfindliches Gebilde und sie kann nicht darauf reduziert werden, alle paar Jahre eine Stimme bei einer Wahl abzugeben“, so Bundesratspräsident Karl Bader. „Jedes Schicksal steht für sich und er - zählt auf seine Weise vom unfaßbaren Leid, bis hin zur systematischen Ermordung. Die - se Verbrechen an der Menschheit haben statt - gefunden und verjähren nicht. Wir sind es den Opfern des Nationalsozialismus schuldig, mit historischen Fakten verantwortungsbewußt umzugehen, das Wissen über die Gräueltaten von damals weiterzugeben und das Erinnern wachzuhalten“, so Landtagsprä - sident KommR Viktor Sigl. Leopold Figl war selbst beinahe acht Jah - re in den Konzentrationslagern Dachau und Mauthausen inhaftiert. Er war der erste ös - terreichische Bundeskanzler nach dem Zwei - ten Weltkrieg und gilt als Baumeister der Zweiten Republik. In seine Zeit als Außenminister ist auch der Abschluß des Österreichischen Staatsvertrages gefallen. Davor war er einer der schärfsten Gegner des „Anschlus - ses“ Österreichs an das Deutsche Reich. Die Nationalsozialisten steckten ihn für seine unbeugsame Haltung in das KZ und in die Todeszelle. „Leopold Figl wurde durch seine Erlebnisse zum Befürworter einer Zusammenarbeit verschiedener politischer Lager und zu einem Verfechter der Konsenspolitik. Trotz seiner dramatischen und traumatischen Er - fahrungen hat er jenen Optimismus behalten und verbreitet, den Österreich in den schwierigen und entbehrungsreichen Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg dringend gebraucht hat“, so Bader und Sigl. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Beim Besuch der KZ-Außenlager Gusen I und Gusen II wurde den unzähligen Op fern, vor allem den ermordeten polnischen Häftlingen gedacht. Als zentrale Botschaft an alle definierten die beiden Präsidenten, daß Vergangenes nicht vergessen wird: „Wir sind täglich gefordert, unser Miteinander stets nach den Maßstäben der Menschlichkeit zu gestalten. Über allem Handeln in Po litik und Gesellschaft müssen heute unsere Grundwerte, Toleranz und die Wahrung der Menschenwürde stehen. Das betrifft uns alle – heute und morgen, nicht nur an Ge - denktagen. Wir müssen alles tun, damit wir jene Fehlentwicklungen verhindern, die den Aufstieg von Radikalen ermöglichen und ein undemokratisches Regime zulassen.“ Zum Erinnern an Gedenktage gehört auch das Selbstverständnis, unsere Politik als Gegenentwurf zum Nationalsozialismus in Erinnerung zu rufen und weiter zu entwikkeln. „Nie wieder Krieg – dazu stehen wir als demokratisches Land, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt. Wir dürfen nicht vergessen, mit der Europäischen Union in einer Vereinigung zu leben, die seit 60 Jahren Kon - flikte auf dem Verhandlungstisch und nicht am Kriegsschauplatz austrägt. Nun gilt es, das gemeinsame Europa, das Frieden und star ke Demokratien garantiert, voranzutreiben und zu stärken“, so Bader und Sigl. n https://www.mauthausen-memorial.org/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Chronik AIRPOWER19 Die »beste Airshow Europas« war ein Highlight zum Abschluß des steirischen Veranstaltungs-Sommers. 87 Foto: Österreichisches Bundesheeer Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg mit der beeindruckenden Vorführung der »Frecce Tricolori«-Flugstaffel italienischer Luftwaffenpiloten Rund 185.000 AIRPOWER-Fans besuchten trotz „britischen“ Wetters am 6. und 7. September den Fliegerhorst Hinterstoisser in Zeltweg und erlebten pure Flug-Action mit einer Leistungsschau des Bundesheeres, spektakulären Darbietungen von den Flying Bulls und den österreichischen Luftstreitkräften sowie einigen der besten Kunstflugstaffeln Europas. 200 Luftfahrzeuge Rund 200 Zivil- und Militärluftfahrzeuge aus über 20 Nationen, 45 Luftfahrzeuge des Österreichischen Bundesheeres sowie das „Static Display“ mit außergewöhnlichen Luftfahrzeugen konnten am Flugplatz in Zeltweg bestaunt werden. Heuer mußte das Flugprogramm teilweise aufgrund der nassen und wechselhaften Wetterverhältnisse an gepaßt werden. Nichtsdestotrotz konnten im Rahmen der AIRPOWER die beliebte italienische Flugkunststaffel Frecche Tricolore, Foto: Österreichisches Bundesheeer Die „Flying Bulls“ Marco Waltenspiel, Felix Seifert, Marco Fuerst, Mirko Flaim and Dario Costa die Schweizer Patrouille Suisse sowie die Patrulla Aguila bestaunt werden. Auch das Österreichische Bundesheer zeigte bei den »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Flugvorführungen unter anderem mit dem Eurofighter Typhoon oder auch dem Transporthubschrauber S-70 Black Hawk ihr Kön-

Österreich Journal

Ausgabe 181
Ausgabe 182
Ausgabe 183
Ausgabe_184
Ausgabe 185
Ausgabe 186
Ausgabe 187
Ausgabe 188
Ausgabe 189

Österreich Journal

Ausgabe 171
Ausgabe 172
Ausgabe 173
Ausgabe 174
Ausgabe 175
Ausgabe 176
Ausgabe 177
Ausgabe 178
Ausgabe 179
Ausgabe 180

Österreich Journal

Ausgabe 161
Ausgabe 162
Ausgabe 163
Ausgabe 164
Ausgabe 165
Ausgabe 166
Ausgabe 167
Ausgabe 168
Ausgabe 169
Ausgabe 170
Keine Tags gefunden...