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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 »Burgenland Journal« Oggauer Family Art im Zeichen des Tierschutzes 78 Ausstellung über das künstlerische Schaffen von Professor Josef Michels und Familie in der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung Foto: Bgld. Landesmedienservice Vernissage von Werken des Oggauer Künstlers Prof. Josef Michels und Familie in der BH Eisenstadt-Umgebung. V.l.: Maria Fuska, Tochter von Prof. Josef Michels, Bezirkshauptfrau Franziska Auer, Maria Michels, Landtagspräsidentin Verena Dunst, Prof. Harro Pirch, Katharina Michels, Stefan Fuska und Johannes Fuska Eine Ausstellung mit Werken des Oggauer Künstlers Prof. Josef Michels und Familie eröffnete Landtagspräsidentin Verena Dunst am 22. Oktober in der Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung. Der Erlös aus dem Verkauf von Bildern der Ausstellung kommt der Wildtier-Auffangstation in Oggau von Katharina Michels zugute; sie hatte für ihr langjähriges Engagement für Tiere im Vorjahr den Tierschutzpreis des Lan - des Burgenland erhalten. Prof. Michels konnte aus gesundheitli - chen Gründen bei der Vernissage nicht persönlich anwesend sein. „Es freut mich ganz besonders, diese Ausstellung zu eröffnen, bei der nicht nur das künstlerische Schaffen eines großartigen burgenländischen Künstlers und von Mitgliedern seiner Familie, sondern auch der Tierschutz im Mittelpunkt steht. Das Herz dieser kunstsinnigen Familie schlägt für die Kunst ebenso wie für den Tierschutz, wofür allen ein großer Dank gebührt. Ich wünsche der Ausstellung somit in doppelter Hinsicht viel Erfolg“, sagte Dunst bei der Eröffnung. Josef Michels wurde 1928 in St. Johann im ehemaligen Jugoslawien geboren und ist seit 1947 in Oggau wohnhaft. Michels studierte an der Akademie für Bildende Künste in Wien bei den Professoren Andersen und Boeckl und unternahm Studienreisen nach Ve nedig, Florenz, Ravenna und Rom und München. Die Internierung in einem Zwangsarbeits - lager zusammen mit seinen Eltern im Zuge des Einfalls der Roten Armee in der Batschka im Jahr 1944, die Flucht nach Ungarn im Jahr 1947 und die neuerliche Flucht nach Ös - terreich nach der Machtübernahme der Kommunisten waren für seine Arbeiten prägende Erlebnisse. Inspiration waren für Michels stets die Landschaft rund um Oggau und der Neusiedler See, die thematisch bestimmend für sein Werk wurden. Michels war auch als Kunsterzieher in den Bereichen Malerei und https://www.burgenland.at Bildhauerei im ORG Wolfgarten in Eisenstadt tätig. Seine Werke waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. „Die Bilder von Professor Michels zeichnen sich durch Perfektion in Formalität und Farbigkeit aus“, würdigte Prof. Harro Pirch Michels in seiner Laudatio. Die künstlerische Begabung wurde auch seinen Kindern und Enkelkindern in die Wiege gelegt: Zu sehen sind in der Ausstellung auch Werke seines im Vorjahr verstorbenen Sohnes Josef Michels jun., seiner Tochter Maria Fuska sowie seiner Enkelkinder Stefan und Johannes Fuska. Enkeltochter Katharina Michels ihrerseits widmet sich in der Freizeit ihrer Liebe zu Tieren. Sie betreibt seit einigen Jahren in Oggau mit großer Leidenschaft eine Wildtier-Auffangstation, wofür sie im Vorjahr mit dem Tierschutzpreis des Landes Burgenland ausgezeichnet wurde. Mit der Ausstellung in der Bezirkshauptmannschaft soll ihre Arbeit unterstützt werden. n

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Wirtschaft WIFO-Prognose für 2019/2020 Die österreichische Wirtschaft verliert weiter an Schwung und wächst im Prognosezeitraum nur mäßig. Die Schwäche der Weltwirtschaft dämpft die Export- und Industriedynamik. Weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen, fiskalische Impulse und eine robuste Konsumnachfrage stützen hingegen die Konjunktur. Das BIP dürfte 2019 um 1,7 % und 2020 um 1,4 % zunehmen. Die Weltkonjunktur verlor im Frühjahr 2019 weiter an Schwung. Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und Chi - na sowie der unsichere Ausgang der Brexit- Verhandlungen dämpfen international die Investitionsnachfrage. Dies schlägt sich in einer Schwäche der weltweiten Industrieproduktion und des Welthandels nieder. Abschwächung der Konjunktur, aber keine Rezession Im Prognosezeitraum ist mit einer weiteren Verlangsamung der Expansion der Weltwirtschaft zu rechnen. Vor allem in der Industrie scheint der Tiefpunkt noch nicht er - reicht. In den USA und in vielen Schwellenländern bleibt das Wachstum aber robust. Im Euro-Raum wird es hingegen durch die Flau - te der deutschen Exportindustrie gedämpft. Eine weltweite Rezession zeichnet sich dennoch nicht ab. Die Finanzierungsbedingungen bleiben wegen der lockeren Geldpolitik günstig, die Fiskalpolitik liefert mancherorts Impulse für die Konjunktur, und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte nimmt in vielen Ländern weiterhin kräftig zu. Das Risiko eines starken Anstieges der Rohölpreise dürfte dagegen begrenzt sein. 79 In Österreich kühlte sich die Konjunktur im Frühjahr 2019 ebenfalls ab. Das Wachs - tum der gesamtwirtschaftlichen Produktion war im II. Quartal mit +0,3 % gegenüber dem Vorquartal so niedrig wie zuletzt im Jahr 2015. Insbesondere die Exporte verloren beträchtlich an Dynamik, während der private Konsum weiterhin stabil expandierte. Die Konjunktur blieb in Österreich im Vergleich zu Deutschland bislang relativ robust. Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte 2019 sind jedoch verhalten. Die Einschätzungen der österreichischen Unternehmen trübten sich laut WIFO-Konjunkturtest in der Sachgütererzeugung deutlich ein; manche Indikatoren deuten in diesem Bereich bereits auf einen Rückgang der Produktion Hauptergebnisse der WIFO-Prognose 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Veränderung gegen das Vorjahr in % Bruttoinlandsprodukt Real + 1,0 + 2,1 + 2,5 + 2,4 + 1,7 + 1,4 Herstellung von Waren + 0,9 + 4,6 + 4,7 + 5,1 + 1,2 + 1,4 Handel + 2,1 + 0,4 + 0,3 + 1,9 + 0,9 + 1,2 Private Konsumausgaben 1) , real + 0,5 + 1,6 + 1,4 + 1,1 +1,5 + 1,6 Dauerhafte Konsumgüter + 1,2 + 2,9 + 2,2 + 0,4 – 2,0 + 2,0 Bruttoanlageinvestitionen, real + 2,3 + 4,1 + 4,0 + 3,9 + 2,9 + 1,5 Ausrüstungen 2) + 4,2 + 7,2 + 4,5 + 4,1 + 3,2 + 1,6 Bauten + 0,1 + 0,5 + 3,3 + 3,7 + 2,6 + 1,3 Exporte, real + 3,0 + 3,1 + 5,0 + 5,9 + 2,3 + 2,3 Warenexporte, fob + 3,1 + 2,7 + 5,4 + 6,4 + 2,0 + 2,5 Importe, real + 3,6 + 3,7 + 5,0 + 4,6 + 2,4 + 2,5 Warenimporte, fob + 4,2 + 3,4 + 4,4 + 4,0 + 1,8 + 2,2 Bruttoinlandsprodukt, nominell + 3,3 + 3,8 + 3,6 + 4,2 + 3,6 + 3 Mrd. € 344,27 357,30 370,30 385,71 399,79 412,41 Leistungsbilanzsaldo in % des BIP 1,7 2,7 1,6 2,3 2,5 2,3 Verbraucherpreise + 0,9 + 0,9 + 2,1 + 2,0 + 1,6 + 1,7 Dreimonatszinssatz in % – 0,0 – 0,3 – 0,3 – 0,3 – 0,4 – 0,5 Sekundärmarktrendite 3) in % 0,7 0,4 0,6 0,7 0,0 – 0,2 Finanzierungssaldo des Staates (laut Maastricht-Definition) in % des BIP – 1,0 – 1,5 – 0,7 0,2 0,6 0,4 Unselbständig aktiv Beschäftigte 4) + 1,0 + 1,6 + 2,0 + 2,5 + 1,6 + 1,0 Arbeitslosenquote In % der Erwerbspersonen (Eurostat) 5) 5,7 6,0 5,5 4,9 4,6 4,6 In % der unselbständigen Erwerbspersonen 6) 9,1 9,1 8,5 7,7 7,4 7,5 Q: WIFO-Konjunkturprognose. 1) Einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck. - 2) Einschließlich militärischer Waffensysteme und sonstiger Anlagen. - 3) Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren (Benchmark).- 4) Ohne Personen in aufrechtem Dienstverhältnis, die Kinderbetreuungsgeld beziehen bzw. Präsenzdienst leisten. - 5) Labour Force Survey. - 6) Arbeitslose laut Arbeitsmarktservice. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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