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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 »Burgenland Journal« Volkshochschulen feiern 50-Jahr-Jubiläum 72 Leistbares, vielfältiges, flexibles und professionelles Bildungsangebot in alle Regionen des Landes zu bringen als Grundanliegen Foto: Bgld. Landesmedienservice v. l.: Christine Teuschler, Geschäftsführerin Burgenländische Volkshochschulen, Bundespräsident a.D. Heinz Fischer, Präsident Verband Österreichischer Volkshochschulen, RegR Hans Spieß, Vorsitzender Burgenländische Volkshochschulen, Landesrat a.D. Helmut Bieler, Gerwin Müller, Vorsitzender Verband Österreichischer Volkshochschulen, Landeshauptmann a.D. Hans Niessl und Markus Prenner, Vorsitzender Burgenländische Volkshochschulen Im Oktober 1969 wurde auf Initiative des späteren Kulturlandesrates Gerald Mader und Kurt Balla der Landesverband der Burgenländischen Volkshochschulen gegründet. Um das 50jährige Bestandsjubiläum zu feiern, luden die Burgenländischen Volkshochschulen am 23. Oktober im Beisein von VertreterInnen aus der Politik mit Landtagspräsidentin Verena Dunst und Bildungslandesrätin Da niela Winkler an der Spitze, aus dem Bildungsbereich, MitarbeiterInnen, zahlreichen WegbegleiterInnen und Festgästen ins Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt. Die Fest rede hielt der Präsident des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen, Bundespräsident a.D. Heinz Fischer. Landeshauptmann a.D. Hans Niessl und Kulturlandesrat a.D. Helmut Bieler wurden mit dem Ehrenzeichen des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen für besondere Verdienste um die Österreichische Volkshochschule ausgezeichnet. Die Leistungsbilanz der Burgenländischen Volkshochschulen beeindruckt: Jährlich nehmen mehr als 13.500 TeilnehmerInnen (58 % Frauen und 42 % Männer) an 1.300 Kursen mit insgesamt über 29.000 Un - terrichtsstunden sowie mehr als 6000 BesucherInnen an rund 160 Veranstaltungen teil. Das Angebot richtet sich an Menschen, die allgemeinbildende, gesundheitsbildende sowie politische oder kulturelle Bildungsangebote suchen oder für ihre berufliche Wei - terbildung ihre Allgemeinbildung verbessern beziehungsweise Bildungsabschlüsse nachholen wollen. Ein besonderes Anliegen sind den Burgenländischen Volkshochschulen bildungsbenachteiligte und bildungsferne Bevölkerungsgruppen. Dahingehend prägend war der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union. Dieser und die ersten Ziel-1-Projektförderungen leiteten auch für die Burgenländischen Volkshochschulen eine neue Periode ein. Es kam zur Schwerpunksetzung in den Bereichen Alphabetisierung und Basisbildung (Lesen, Rechnen und Schreiben), dem Nachholen des Pflichtschul- und Lehrabschlusses bis hin zur Matura beziehungsweise Berufsreifeprüfung und Studienberechtigungsprüfung – und das auch auf re - gionaler Ebene. Im Fokus des verstärkten An - gebots zum Zweiten Bildungsweg standen und stehen vor allem bildungsbenachteiligte Personengruppen. Im letzten Kursjahr haben 750 Menschen die Angebote der „Zweiten Chance“ genutzt – von Basiskursen bis zur Vorbereitung auf den Pflichtschulabschluß oder Matura. Jährlich werden mehr als 500 Prüfungen im Bereich Pflichtschulabschluss, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung bei der VHS abgelegt. 5.005 Menschen nutzen die VHS-Ge - sundheitskurse zur Verbesserung ihrer Fitness. Die am stärksten vertretene Altersgruppe in der VHS Burgenland ist die Gruppe der 20- bis 29jährigen. Großer Verdienst in der Erwachsenenbildung Dieses umfassende durchgängige Angebot vereint unter einem Dach auf regionaler Ebene zu verankern, sei ein großes Verdienst in Sachen Erwachsenenbildung, das man https://www.burgenland.at nicht hoch genug schätzen könne, hob Landtagspräsidentin Verena Dunst hervor. Bildungslandesrätin Daniela Winkler wies auf die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens hin. Dieses sei in der Arbeitswelt von heute wichtiger denn je, die Digitalisierung treibe diese Entwicklung noch schneller voran, so Winkler. „In diesem Kontext sind die Burgenländischen Volkshochschulen ein wichtiger und fester Bestandteil des Bildungsangebotes im Burgenland. Sie sind einfach nicht mehr wegzudenken.“ Vier VHS-Regionalstellen und zwei Bezirksvolkshochschulen Im Landesverband mit den vier VHS- Regionalstellen Jennersdorf, Oberwart, Ei - sen stadt und Frauenkirchen und den zwei Bezirksvolkshochschulen in Güssing und Mat tersburg sind aktuell 19 hauptberufliche MitarbeiterInnen angestellt. Dazu kommen an die 500 KursleiterInnen sowie rund 80 ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Aktuell wer - den in 82 burgenländischen Gemeinden Kur - se angeboten. n http://www.vhs-burgenland.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 »Burgenland Journal« Start des Anstellungsmodells für betreuende Angehörige 73 Landesrat Christian Illedits: Die Pflege Service Burgenland GmbH nahm am 1. Oktober ihren Betrieb auf Den nächsten Schritt des „Zukunftplans Pflege“ präsentierte Soziallandesrat Christian Illedits am 26. September gemeinsam mit Harald Keckeis, dem Geschäftsführer der KRAGES und PSB – der Pflege Service Burgenland GmbH – und DGKP Tamara Hadjwasiri, der Koordinatorin der bgld. Pflege- und Sozialberater in einem Pressegespräch. Am 1. Oktober 2019 nahm die neu gegründete Pflegeservice Burgenland Gmbh ihre operative Tätigkeit als zentrale Anlaufstelle für den Pflegebereich auf. Die große Gruppe pflegender Angehöriger, die derzeit ohne jede finanzielle oder sozialrechtliche Absicherung ist, soll Sicherheit und eine be - rufliche Zukunftsperspektive durch das neue Anstellungsmodell bei der Pflege Service Bur - genland GmbH bekommen. Den Bedürfnissen und Wünschen der Pflegebedürftigen – so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden von Vertrauten betreut zu werden – wird mit diesem neuen Modell entsprochen. Auch Eltern behinderter Kinder können von diesem Modell profitieren. 50 InteressentInnen gibt es bereits. Eine Infotour zum Zu - kunftsplan Pflege startete auch am 1. Ok tober. Seit Jahren werde in Österreich über eine tiefgreifende Reform des Pflegesystems diskutiert, sagte Illedits. Immerhin sind in Österreich mehr als 900.000 Menschen – im Burgenland sind es rund 30.000 Menschen – von dem Thema Pflege oder Betreuung be - troffen. Auf Bundesebene wurden keine gesamtheitlichen positiven Lösungsansätze realisiert, abgesehen von der Abschaffung des Angehörigenregresses, erwähnte Illedits. Im Burgenland wurde im März der 21 Punkte umfassende „Zukunftsplan Pflege“ mit klaren Umsetzungszielen und -zeiträumen präsentiert. „Und wir halten uns an diese Vorgaben. Gerade im Pflegebereich brauchen die Menschen Taten statt Worte“, unterstrich der Soziallandesrat. Einer dieser 21 Punkte und ein besonders innovativer Teil des „Zukunftsplans Pflege“ ist ein Anstellungsmodell für Menschen, die Angehörige pflegen und betreuen. Das Burgenland ist das erste und bislang einzige Bundesland in Österreich, das ein solches Foto: Bgld. Landesmedienservice v.l.: DGKP Tamara Hadjwasiri (Koordinatorin der burgenländischen Pflege- und Sozialberater), Soziallandesrat Christian Illedits und Harald Keckeis (Geschäftsführer der KRAGES und PSB (Pflege Service Burgenland GmbH) Modell realisiert. Es nimmt damit eine sozialpolitische Pionierrolle ein. 400 bis 600 Personen pflegen Schätzungen zufolge im Burgenland derzeit einen An - gehörigen daheim, vielfach ohne jede professionelle Begleitung. Speziell auf diese Per - sonengruppe ist dieses neue Anstellungsmodell abgestimmt. Diese Personen haben in dem neuen Modell die Chance auf ein Dienstverhältnis und ein Gehalt von bis zu 1.700 Euro monatlich netto. Diese Personen werden durch die Anstellung in das Sozialsystem integriert und alle Sozialversicherungsleistungen erhalten. Dazu kommt auch eine berufliche Perspektive für die Zeit nach dem Betreuungsfall: Die pflegenden Angehörigen erhalten kostenfrei eine niederschwellige Grundausbildung im Ausmaß von 100 Lehreinheiten, die für die Betreuungs- und Pflegeleistungen notwendig sind. Es besteht auch die Möglichkeit für eine weiterführende Heimhilfe- Ausbildung, was der der betreuenden und pflegenden Person die Chance einräumt, in einem Sozial- und Gesundheitsberuf weiterhin tätig zu sein. https://www.burgenland.at In den letzten Wochen wurden von den Pflege- und Sozialberaterinnen zahlreiche Anfragen von InteressentInnen entgegengenommen: Im gesamten Burgenland gab es rund 200 Interessierte, zirka 50 Personen waren nach dem 1. Oktober zu einem Informationsgespräch gekommen. Fünf Prozent davon waren Eltern von pflegebedürftigen bzw. behinderten Kindern. Das Angebot wurde auch auf die ältere Generation ausgedehnt. Wenn beispielsweise eine Pensionistin/ein Pensionist einen Angehörigen – dies ist meist der Ehepartner – betreut und das gemeinsame Haushaltseinkommen unter 1.700 Euro netto liegt, stockt das Land auf diesen Betrag auf. Die gesetzlichen Voraussetzungen für das Anstellungsmodell wurden in den vergangenen Wochen geschaffen: In der Landtagssitzung am 19. September 2019 wurde das Bgld. Sozialhilfegesetz entsprechend novelliert. In der Sitzung der Bgld. Landesregierung am 25. September 2019 wurde die entsprechende Richtlinie für die Anstellung pflegender Angehöriger beschlossen. Der nächste Schritt wurde in der Landtagssitzung im Oktober

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