Aufrufe
vor 2 Monaten

Ausgabe 189

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Innenpolitik 60 Hauptgrund dafür, die jeweilige Partei zu wählen von Personen ab 60 Jahren erhalten haben, lagen ÖVP und Grüne bei den unter 30-Jährigen gleichauf bei je 27 % der Stimmen vor der FPÖ mit 20 %. Unter den Bis-44-Jährigen Männern schneidet die FPÖ besonders gut ab, junge Frauen haben vor allem Grüne und NEOS gewählt. Bewertung der Entwicklung Österreichs 31 % der Befragten sind der Meinung, daß sich Österreich in den vergangenen zwei Jahren eher positiv entwickelt hat, 32 % sehen eine negative Entwicklung und 36 % sagen, daß sich nichts verändert hat. Personen, die eine negative Entwicklung beklagen, stimmten überdurchschnittlich oft für SPÖ und Grüne, jene, die einen positiven Trend wahrnehmen, für ÖVP und FPÖ. Wahlverhalten nach Erwerbsstatus Unter ArbeiterInnen bleibt auch bei dieser Wahl die FPÖ mit 48 % der Stimmen klar vor SPÖ (23 %) und ÖVP (21 %). Unter Angestellten liegt die ÖVP mit 40 % vor SPÖ und Grünen (je 18 %). Wahlverhalten nach formaler Bildung Insbesondere die FPÖ, aber auch SPÖ und ÖVP wurden überdurchschnittlich von Personen ohne Matura gewählt. Mit 32 % sind die Grünen unter Personen mit Matura stärkste Partei (ÖVP: 31 %). Zufriedenheit mit der Übergangs- und der ehemaligen Bundesregierung Mit der Arbeit der Übergangsregierung unter Kanzlerin Brigitte Bierlein sind 14 % sehr und 49 % ziemlich zufrieden, 19 % sind weniger und 8 % gar nicht zufrieden. Die Arbeit der entlassenen ÖVP/FPÖ- Bundesregierung bewerten demgegenüber 17 % als sehr und 33 % als ziemlich gut, 25 % sind damit weniger und 21 % gar nicht zufrieden. Auch hier finden sich Unterschiede im Wahlverhalten: Befragte, die der ÖVP/FPÖ- Bundesregierung zumindest ein bedingt po - sitives Zeugnis ausstellen, haben zu 63 % die ÖVP und zu 28 % die FPÖ gewählt. Kriti - kerInnen der Regierungsarbeit wählten zu 44 % die SPÖ und zu 30 % die Grünen, so - wie zu 11 % die NEOS. Parteien in der Regierung und Direktwahl Praktisch alle WählerInnen der Parteien wünschen sich, daß ihre Partei in der künftigen Regierung vertreten ist. Dazu würden die ÖVP-WählerInnen am ehesten die NEOS als Partner bevorzugen, die SPÖ-WählerInnen die Grünen, die FPÖ-WählerInnen die ÖVP, die NEOS-WählerInnen die ÖVP und die Grün-WählerInnen die SPÖ. Im Fall einer Direktwahl würden 47 % für Sebastian Kurz stimmen, er liegt damit über dem Ergebnis seiner Partei, vor allem weil ihn auch NEOS und FPÖ-WählerInnen als Kanzler wählen würden. Auf Platz zwei folgt Pamela Rendi-Wagner (21 %), auf Platz drei Norbert Hofer (14 %). Aussagen zur Politik 21 % der Befragten sagen, daß sich die Parteien in erster Linie nur für die Stimmen der WählerInnen, nicht aber für deren Anliegen interessieren. Diese Kritik hat sich gegenüber 2013 und 2017 verringert. 15 % stimmen der Aussage sehr zu, daß im österreichischen Parlament Meinungen und Interessen der Menschen gut abgebildet werden, 38 % stimmen ziemlich zu. 63 % teilen die Meinung, daß die Demokratie trotz Problemen die beste Regierungsform ist, uneingeschränkt, dieser Wert ist ge - genüber 2017 um neun Prozentpunkte ge - sunken. Eine Mehrheit von 42 % meint, daß es der Demokratie schade, wenn Einzelpersonen und Firmen der Politik unbegrenzt Geld spenden dürfen, 30 % stimmen ziemlich zu. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Innenpolitik 61 Diese Zustimmung findet sich in allen soziodemographischen Untergruppen und bei allen ParteiwählerInnen. Daß Medien Dinge wie das Ibiza-Video aufdecken, unabhängig von der Quelle, halten 46 % für sehr wichtig und 29 % für ziemlich wichtig. Wahlmotive ÖVP: Mehrheit sieht gute Regierungsarbeit Dreiviertel der ÖVP-WählerInnen haben sich schon früh für diese Partei entschieden. Rund 3 von 10 (29 %) sind mit der Arbeit der türkis-blauen Bundesregierung „sehr zufrieden“, weitere 6 von 10 „ziemlich zufrieden“. Das im „Ibiza-Video“ Gezeigte hält eine Mehrheit von 54 % der ÖVP-WählerInnen als Problem nur „einzelner Politiker“; 18 % sehen darin ein Problem der FPÖ als Partei insgesamt. Dennoch wünschen sich nur 3 von 10 die FPÖ wieder in einer Regierung. Gefragt nach dem „Hauptgrund“ für ihre Wahlentscheidung, nannten 18 % Spitzenkandidat Kurz und weitere 13 % spezifisch den Wunsch, Kurz solle Kanzler werden. Der Spitzenkandidat ist demnach im Vergleich zur Wahl 2017 als Wahlmotiv diesmal weniger dominant. Die „inhaltlichen Standpunkte“ der Partei wurden von 18 % als wichtigstes Wahlmotiv angegeben. Am meisten diskutiert haben ÖVP-WählerInnen im Wahlkampf über Ge - sundheit und Pflege (28 % „sehr häufig dis - kutiert“), Wirtschaft (26 %), sowie die Themen Zuwanderung, Umwelt-und Klimaschutz (je 22 % „sehr häufig diskutiert“) und Sicherheit (21 %). »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

Österreich Journal

Ausgabe 181
Ausgabe 182
Ausgabe 183
Ausgabe_184
Ausgabe 185
Ausgabe 186
Ausgabe 187
Ausgabe 188
Ausgabe 189

Österreich Journal

Ausgabe 171
Ausgabe 172
Ausgabe 173
Ausgabe 174
Ausgabe 175
Ausgabe 176
Ausgabe 177
Ausgabe 178
Ausgabe 179
Ausgabe 180

Österreich Journal

Ausgabe 161
Ausgabe 162
Ausgabe 163
Ausgabe 164
Ausgabe 165
Ausgabe 166
Ausgabe 167
Ausgabe 168
Ausgabe 169
Ausgabe 170
Keine Tags gefunden...