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Ausgabe 189

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt 34 erhöht und Wien als Night Jet Hub positioniert werden: Bis 2025 soll sich das Verhältnis von Personen, die mit dem Auto (derzeit 26 %) bzw. mit der Bahn (21 %) anreisen, umkehren. Fokus auf Langstreckenverbindungen und Netzwerk-Carrier Im Rahmen ihrer „Air Service Development“-Vereinbarung leisten WienTourismus und Flughafen Wien seit 2016 Pionierarbeit, um neue Direktflüge aus Metropolen weltweit nach Wien zu holen. „Smart Air Service Development“ bedeutet die Neuausrichtung der langjährigen Zusammenarbeit mit primärem Fokus auf Langstreckenverbindungen und Zusammenarbeit mit so genannten „Le- gacy Carriern“, die mit ihrem starken Netzwerk den Flugverkehrsstandort Wien stärken. Smarte Verkehrslösungen Technologiegestützte Steuerung von Rei - se- und Shuttlebussen in der Stadt soll Überlastungen zu Spitzenzeiten vermeiden. Für (Kurz-)Transfers, etwa von Kreuzfahrtpassagieren, sollen im Dialog mit den Verantwortlichen ökologisch verträgliche Verkehrsmittel forciert werden. Qualitätskontrolle und Schulung für Taxi- und MietwagenfahrerInnen sowie ein speziell auf Kongreß-, Messeund Meeting-Gäste maßgeschneidertes Öffi- Ticket stellen weitere Handlungsfelder im Mobilitätsbereich dar. WienTourismus fliegt CO 2 -neutral Ökologische Verantwortung soll weiters mit dem Global Destination Sustainability In dex als Benchmark wahrgenommen werden – unter anderem nimmt auch Barcelona, langjähriger Kooperationspartner Wiens im Kongreßbereich, an diesem Index teil. Die Zertifizierung von Wiener Betrieben mit dem Österreichischen Umweltzeichen, die Klassifizierung von Hotels anhand von Nachhaltigkeitskriterien sowie Green Meetings im Tagungswesen sind weitere zentrale Handlungsfelder. Auch der WienTourismus selbst setzt Zeichen: Zukünftig werden CO 2 -Emissionen von Dienstreisen per Flugzeug über Climate Austria kompensiert. Foto: WienTourismus / Peter Rigaud Kunst und Kultur werden mittel- und unmittelbar zentrales Leitmotiv von Wiens Marketing - aktivitäten bleiben – im Bild: ein Konzert der Wiener Symphoniker im Wiener Konzerthaus. Internationale Standards setzen Nicht zuletzt ist die Integration des Prinzips der Sharing Economy unter den Ge - sichtspunkten von Fairness und klaren Spielregeln Arbeitsfeld der Visitor Economy. „Hier hat Wien im Bereich der Plattform- Vermietung frühzeitig gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen, etwa mit der Novel - le zum Wiener Tourismusförderungsgesetz oder der Bauordnung, und zählt damit international zu den Vorreitern. Zugleich freue ich mich im Sinne unseres Denkansatzes auf die in Aussicht gestellte bundesweite Registrierungspflicht für Airbnb und Co“, so Kett ner. Internationale Standards, etwa bei Zahlungsmöglichkeiten, möchte er ebenso vorantreiben. „Für unsere Tourist-Infos arbeiten wir gerade an der Integration der chinesischen Be zahldienste WeChat und Ali-Pay“, erklärt Kettner. Premium. Cosmopolitan. Digital Sämtliche Maßnahmen der Visitor Economy Strategie 2025 bauen auf zentralen Wertehaltungen auf, die eine Weiterentwikklung des Leitmotivs der Tourismusstrategie 2020 „Global. Smart. Premium“ darstellen. Premium Wien setzt auf Premium-Qualität. Nicht nur als Markenzeichen, sondern als Auftrag, laufend in sie zu investieren und sich dafür einzusetzen. Premium-Qualität ist ein Schlüs - sel für eine nachhaltige Entwicklung: Die Stadt zieht damit Menschen an, die Qualität und hohe Standards schätzen. Daraus resultiert im Regelfall ein respektvoller Umgang mit der Stadt, hohe Zufriedenheit und die Bereitschaft, sich in die Stadt zu integrieren. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Cosmopolitan Wien als Weltstadt setzt auf Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz. Das kosmopolitische Wien steht für Internationalität, begreift Vielfalt, unterschiedliche Sprachkenntnisse und kulturelle Hintergründe seiner BewohnerInnen als Stärke. Das macht Wien attraktiv für BesucherInnen, die ihrerseits zur Vielfalt der Stadt beitragen. Digital Wien wird Digitalisierungshauptstadt. Di - gitale Daten erlauben ein Bild der Nutzung der Stadt zu gewinnen und zu sehen, wo sich Hindernisse auftun – eine wesentliche Voraussetzung, die Visitor Economy auf die ganze Stadt auszuweiten, Stress-Situationen zu entschärfen und Angebote zu kombinieren. Digitalisierung muß dabei Kulturtechnik bleiben und im Sinne des „digitalen Humanismus“ dem Menschen nutzen: nie - derschwellig und userfreundlich, niemals als Selbstzweck. Wir alle sind Visitor Economy! Der WienTourismus hat den Prozeß zur Visitor Economy Strategie 2025 initiiert, koordiniert und wird bei ihrer Umsetzung eine zentrale Rolle spielen. Wie die anderen AkteurInnen des Ökosystems der Wiener Vi - sitor Economy wird er dabei einmal in einer verantwortlichen, dann wieder in einer beratenden oder unterstützenden Rolle aktiv sein. „Die Vielfältigkeit der Handlungsfelder läßt klar erkennen, daß Erfolge nur durch die Zusammenarbeit und den Dialog aller Player in der Destination Wien, über die Stadt und den WienTourismus hinaus, möglich wird. Der WienTourismus wird auch in den kommenden Jahren Plattformen für den Austausch-, Nachdenk- und Entwicklungsprozeß bieten, damit wir unsere hoch gesteckten Ziele erreichen“, kündigt Kettner an. n https://www.wien.gv.at/ http://tourismusstrategie2020.wien.info/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Holocaust Gedenkstätte in Kyjiw Büros querkraft architekten und Landschaftsarchitekt Kieran Fraser Landscape Design gewinnen internationalen Wettbewerb 35 rendering expressiv, © querkraft architekten / Kieran Fraser Landscape Design Das Zentrum wird sich di rekt neben dem Ort der tragischen Ereignisse in der Schlucht von Babyn Yar in den Jahren 1941-1943 befinden. Am 6. September wählte die Jury des in - fung einer Gedenkstätte der nächsten Generation ermöglicht. Die zukünftige Holocaust Die Idee des Siegerentwurfs basiert auf Die Idee des Siegerentwurfs ternationalen Architekturwettbewerbs für die Holocaust Gedenkstätte Babyn Yar das Projekt des österreichischen Büros querkraft architekten zusammen mit dem Landschaftsarchitekt Kieran Fraser Landscape De - sign, Österreich, zum Siegerentwurf. Auf Grundlage dieses Entwurfs wird in Kyjiw, unmittelbar an dem Ort, an dem die tragischen Ereignisse in den Jahren 1941-1943 stattfanden, die erste Gedenkstätte für den Holocaust in Osteuropa errichtet. Der zweite und der dritte Platz gingen an die Büros Dorte Mandrup A/S, Dänemark mit der Land - schaftsarchitektin Martha Schwartz, USA, und merz merz, Deutschland, mit dem Landschaftsarchitekt TOPOTEK 1. Zu den fünf Finalisten, die an der zweiten und letzten Phase des Architekturwettbewerbs teilnahmen, gehörten auch die folgenden Büros: Richter Musikowski, Deutschland, mit den Landschaftsarchitekten FABULISM und Lysann Schmidt und BURØ, Ukraine, mit der Landschaftsarchitektin Ksenia Feofilaktova “V POLE DESIGN”, Ukraine. Ziel des Wettbewerbs war es, einen globalen Ansatz zu entwickeln, der die Schaf- Gedenkstätte soll alles in einem sein: ein Ort der Erinnerung, ein Museum und eine Plattform für Forschung, öffentlichen Dialog und Reflexion über die Tragödie. Sie soll Ausstellungsräume für Kern- und Wechselausstellungen, ein Bildungs- und Forschungszentrum, einen Raum für öffentliche Veranstaltungen sowie Räumlichkeiten für das Ar - chiv und die Museumssammlung umfassen. Das Projekt wird die Landschft von Babyn Yar und den Gedenkpark mit einem herausragenden Entwurf und einem einzigartigen Besuchererlebnis einbinden. Wladimir Klitschko, Boxweltmeister im Schwergewicht, Philanthrop, Mitglied des BYHMC-Aufsichtsrats: „Wir bauen ein Zentrum für zukünftige Generationen. Wie können sie das Böse nachvollziehen, das einst geschah? Wie können wir sicher sein, daß junge Menschen die Fehler vergangener Ge - nerationen nicht wiederholen? Ich möchte, daß die Holocaust Gedenkstätte Babyn Yar zu einem Ort wird, der diese Fragen beantwortet und alle dazu ermutigt, immer wieder zurückzukehren.“ der individuellen Wahrnehmung der BesucherInnen des Zentrums. Die Designlösung ermöglicht es ihnen, die Gefahr und Hoffnungslosigkeit, die die Holocaust-Opfer während dieser tragischen Ereignisse umgaben, physisch zu spüren. Eine lange Rampe führt zur Kernausstellung, die sich 20 Meter unter dem Boden befindet. Die Wände der Rampe falten sich schließlich über die BesucherInnen. Dies ist eine Analogie zum Weg der Opfer von Babyn Yar zum Ort ihres To - des und zum zunächst unsichtbaren, aber unaufhörlichen Eintauchen der Gesellschaft in die Dunkelheit der Gewalt. Nach dem Durchlaufen der Kernausstellung findet sich der Besucher in einem leuchtenden Raum wieder. Dieser demokratische Raum ist das „Herz“ der Gedenkstätte und symbolisiert die Zukunft, die Hoffnung gibt. Rund um diesen Raum befinden sich Räumlichkeiten für Dialog, Forschung und öffentliche Veranstaltungen. Der Entwurfsansatz basiert auf dem Kon - trast zwischen diesen dunklen und hellen Räumen. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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