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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt »Botschafterschule des Europäischen Parlaments« 30 Vorarlbergs Landtagspräsident Harald Sonderegger gratuliert der HTL Dornbirn Foto: Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments/APA-Fotoservice/Rastegar Landtagspräsident Harald Sonderegger freut sich, daß eine ganz besondere Auszeichnung an die HTL Dornbirn ging. Vorarlbergs Landtagspräsident Harald Sonderegger freut sich, daß eine ganz be sondere Auszeichnung an eine Vorarlberger Schule ging: Am 30. September wurde der HTL Dornbirn in Wien – als einer von 21 Schulen österreichweit – das Zertifikat „Botschafterschule des Europäischen Parlaments“ überreicht. „Dieses Zertifikat verdeutlicht das außergewöhnliche Engagement der Schule für die Integration der Themen Europa und europäische Demokratie in den Schulalltag. Die Schu le hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Motto der EU, ‚In Vielfalt geeint‘, zu leben“, betonte Sonderegger. Sowohl in seiner Funktion als Landtagspräsident als auch als Ob - mann des Europaausschusses des Vorarlberger Landtags lobt er die Initiative und sieht darin eine Leuchtturm-Funktion: „Als Botschafterschule hat die HTL Dornbirn Vorbildwirkung und trägt dazu bei, die europäische Idee noch präsenter zu machen. Ich möchte allen danken, die daran mitwirken – insbesondere dem Schulleiter der HTL Dornbirn, Michael Grünwald.“ Um die Akkreditierung als Botschafterschule zu erlangen, müssen sich bewerbende Schulen sechs europaweit einheitliche Kriterien zur besseren Integration europäischer Themen und Werte in den Schulalltag erfüllen. Ziel des Programms „Botschafterschulen des Europäischen Parlaments“ ist es, das Bewußtsein für Europa und für das Europäische Parlament sowie die europäische De - mokratie bei jungen Menschen zu fördern. Das Programm ist ein europaweites des Eu - ropäischen Parlaments und wurde in Ös ter - reich vom Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments gemeinsam mit dem Bun - »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at desministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und dem Zentrum po lis im - plementiert. n https://vorarlberg.at/ https://www.htldornbirn.at/ Wallner: »Bei grenzüberschreitenden Projekten profitieren alle Seiten« Die Interreg-Programme, mit denen die Europäischen Union die Kooperation von Ländern und Regionen über nationale Grenzen hinweg fördert, sind für Vorarlberg und den Bodenseeraum bis heute eine Er - folgsgeschichte gewesen. Mit Blick darauf hat die Landesregierung kurz vor Ende der Amtsperiode entschieden, die eigenen Beiträge im Rahmen der neu anlaufenden Programmperiode 2021-2027 um zusätzliche 500.000 Euro aufzustocken, informierte Lan - deshauptmann Markus Wallner am 12. Ok - tober. „Bei grenzüberschreitenden Projekten profitieren alle Seiten und es ist ein Gebot der Stunde, Zukunftschancen noch stärker gemeinsam zu nutzen“, betonte Wallner. Seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 be teiligt sich Vorarlberg an insgesamt zwei grenzübergreifenden Initiativen: Über das In terreg-Programm „Alpenrhein-Bodensee- Hochrhein – ABH“ kooperiert das Land mit den Nachbarregionen in der Schweiz und Deutschland sowie mit Liechtenstein. Im In - terreg-Programm „Österreich-Bayern“ bündeln die Länder Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg und der Freistaat Bayern ihre Kräfte. Für den Landeshauptmann machen die vielen, im zurückliegenden Vierteljahrhundert erfolgreich realisierten Projekte sichtbar, wie sehr sich die vertiefte Zusammenarbeit im Rahmen der Programme bewährt. Wirtschaft, Forschung, Technik und Innovation waren bis jetzt zentrale Themenbereiche, daneben Bildung und Ausbildung, Klimaschutz, Energie, Gesundheit und Pflege sowie Verkehr und Tourismus. „Es geht um Fragen der Lebens- und Standortqualität, um die regionale Wirtschaft und ihre Wettbewerbsfähigkeit und darum, Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu finden“, so Wallner. Aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), die Vorarlberg zur Verfügung stehen, stehen der Landesregierung in der Programmperiode 2014- 2020 rund 10,3 Millionen Euro zur Verfügung. n

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Neues Zeitalter im Tourismus Wien präsentiert Visitor Economy Strategie 2025 31 Foto: PID/ David Bohmann Nach Tourismuskonzepten vergangener Jahre legt die Stadt Wien unter Federführung des WienTourismus erstmals ihre „Visitor Economy Strategie“ bis 2025 vor. Unter dem Motto „Shaping Vienna“ definiert sie das Phänomen Reisen und dessen Wirkungen auf die Destination völlig neu und zielt auf eine nachhaltige Entwicklung und ein Ausbalancieren der Bedürfnisse von Einheimischen und BesucherInnen ab. Im Vordergrund steht der Mehrwert für die Stadt, ihre BewohnerInnen und Unternehmen. Bis 2025 soll (ausgehend von 2018) Folgendes erreicht werden: m der Beitrag des Tourismus zum Wiener BIP steigt von 4 auf 6 Mrd. Euro, m der Nächtigungsumsatz der Beherbergungsbetriebe steigt von 900 Mio. auf 1,5 Mrd. Euro, m die Zufriedenheit der Gäste bleibt unverändert hoch: neun von zehn würden Wien weiterempfehlen, m die Tourismusgesinnung bleibt auf Top- Niveau: neun von zehn WienerInnen stehen hinter Tourismus, m die Anzahl Wiener Tourismus-Betriebe mit Umweltzeichen verdoppelt sich von 112 auf 224 und v.l.: Tourismus-Direktor Norbert Kettner, Bürgermeister Michael Ludwig und Peter Hanke, Amtsführender Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales m der Anteil mit Bahn (21 %) und per Auto (26 %) Anreisender dreht sich um. Der Tourismus hat sich in wenigen Jahrzehnten zu einem tragenden Wirtschaftssektor entwickelt. In Wien steht er für jährlich 4 Milliarden Euro an Wertschöpfung, 90.000 Arbeitsplätze, Top-Infrastruktur und ein Kunst- und Kulturleben, das international seinesgleichen sucht. Seit 1990 sind die An - künfte in Wiener Beherbergungsbetrieben um über 150 % auf 7,5 Millionen BesucherInnen 2018 angewachsen. „Wien ist zunehmend ge - fragtes Reiseziel und wir bekennen uns weiter zu Wachstum, aber nicht um jeden Preis. Wiens neue Visitor Economy Strategie reiht sich nahtlos in bestehende Strategien der Stadt ein und steht für einen frischen Denkansatz und nachhaltige Entwicklung, die die Grundlagen des Erfolges nicht untergräbt, sondern im Einklang mit den Zielen der Stadt und den Bedürfnissen der hier lebenden Menschen steht. Die zentrale Frage für die kommenden Jahre lautet daher nicht, was unsere Stadt für den Tourismus tun kann, sondern darauf zu fokussieren, was Tourismus für unsere Stadt tun kann!“, erklärt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig den Ansatz der Wiener Visitor Economy Strategie 2025. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Visitor Economy: Blaupause für zukunftsfähiges Tourismuswachstum Der Grundgedanke der Visitor Economy geht über den herkömmlichen Tourismusbegriff weit hinaus: Sie öffnet den Blick für die Vielfalt der Gäste und der zahlreichen „WienerInnen auf Zeit“, die die Stadt für die Dauer ihres Aufenthalts zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. BesucherInnen (Visitors) umfassen alle Gäste, die hier leben, arbeiten oder studieren, einkaufen oder flanieren, Kultur- oder Freizeitangebote nutzen, Geschäfte machen oder Tagungen besuchen. Dabei bringen sie ökonomische Effekte, einen Außenblick und eine Vielfalt an Einflüssen, Ideen und Kompetenzen ein. Damit leisten sie einen aktiven Beitrag zur Lebens-, Aufenthalts- und Erlebnisqualität in der Stadt – zum Wohle von BewohnerInnen, anderen BesucherInnen und Unternehmen Wiens. Kollaborativer Ansatz als Schlüssel zum Erfolg „Neun von zehn WienerInnen geben re - gelmäßig an, daß sie dem Tourismus positiv gegenüberstehen. Das erlaubt es aus einer Position der Stärke und der breiten Akzeptanz neue Wege einzuschlagen. Wachstum,

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