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Ausgabe 189

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt 20 EU-Radar Beim aktuellen EU Radar zeigten sich zwei Schwerpunkte, fuhr Eichtinger fort: „Zum einen ist nach wie vor mehr als jeder dritte Niederösterreicher der Meinung, daß die EU Niederösterreich viel mehr Geld ko - ste als wieder nach Niederösterreich zurück - fließe. Dieser Wert zeigt, daß wir hier noch mehr kommunizieren müssen, weil doch Nie - derösterreich für jeden Euro an Steuerleistung nach Brüssel drei Euro an Förderungen zurückbekommt und das Land seine Wirtschaftsleistung seit dem EU-Beitritt 1995 verdoppeln konnte. Zum zweiten möchte knapp jeder zweite Schüler gerne an einem Schüleraustausch teilnehmen bzw. 66 Prozent der Studierenden gerne einen Auslandsaufenthalt machen, die Zustimmungsrate der Eltern liegt dabei bei 60 Prozent. Den European Spirit im Ausland zu erfahren, ist eine gute Möglichkeit, die Skepsis gegenüber der EU abzubauen.“ So würden in die aktuelle Programmperiode von Erasmus+ mehr als 14,7 Milliarden Euro investiert, um 4 Millionen EuropäerInnen einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen, in der nächsten Periode sollten davon sogar 12 Millionen Menschen profitieren. „Zusammenfassend läßt sich sagen, daß wir mit dem EU Radar die EU-Skepsis ab - bauen und dadurch langfristig die Beteiligung an demokratischen Prozessen erhöhen, die positive Kommunikation zu EU-Themen steigern und die EU-Services für die Bürger in den Vordergrund rücken wollen“, meinte der Landesrat abschließend. Aktuelle Themen Beste Bewältigung auf EU-Ebene Die zentralen Ergebnisse Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen nannte das halbjährliche Euro- Barometer als Vorbild für das EU Radar, das in Zukunft ebenfalls halbjährlich als Langzeitstudie mit sowohl gleichbleibenden Fragen als auch alternierenden speziellen Themen durchgeführt werde. Die Feldzeit be - trug rund zwei Wochen im Sommer, befragt wurden über 1.200 Personen aus dem Kreis der niederösterreichischen Wohnbevölkerung ab 16 Jahren in einem Mix aus Online- und Telefonbefragung. Die zentralen Ergebnisse faßte Filzmaier wie folgt zusammen: „Mit 52 Prozent sieht die Mehrheit der Niederösterreicher die EU- Mitgliedschaft positiv. Das liegt zwar über dem Österreich-, aber unter dem EU-Durchschnitt, und korreliert mit Bildungsgrad, Wissen und Information, nicht aber Alter.“ Als Top-Themen hätten sich Klimaschutz und Umwelt, Lebenskosten und Gesundheitsversorgung erwiesen, von der EU erwarte man sich Positives v. a. im Hinblick auf Klimaschutz, Zuwanderung und wirtschaftliche Ent - wicklung. Im Hinblick auf die Stimmungslage gegenüber der EU lägen die Kritikpunkte bei Bürokratie und Zuwanderung, während die Mehrheit die EU positiv mit Gemeinschaftsgefühl, einer einheitlichen Währung und Reisefreiheit assoziiere, so Filzmaier. Gerda Füricht-Fiegl von der Donau-Universität Krems ergänzte, daß 41 Prozent der Befragten sagten, ihnen persönlich bringe die EU mehr Vorteile, während 11 Prozent mehr Nachteile geltend machten, 41 Prozent indifferent blieben und 7 Prozent keine An - gaben machten. „Das zeigt ein klares Informationsdefizit“, betonte Füricht-Fiegl. Des Weiteren gebe mehr als die Hälfte an, daß die eigene Stimme in der EU nicht zähle, behaupteten 60 Prozent, sie wüßten, wie die EU funktioniere, wollten 70 Prozent, daß die politischen Entscheidungen regional fielen, meinten mehr als 50 Prozent, daß Niederösterreich keine Chance habe, in der EU mitzubestimmen und verlangten mehr als 80 Pro - zent, daß Österreich seine Interessen gegenüber der EU stärker vertrete. Als letztes in - teressantes Detail nannte Füricht-Fiegl den Umstand, daß zwar nur jeder Zehnte wisse, was INTERREG sei, aber 85 Prozent dieses Programm positiv beurteilten. n http://www.noel.gv.at/ https://strategieanalysen.at/ https://www.donau-uni.ac.at/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Gedenkfeier in Schloß Hartheim Die Gedenkfeier für die in den Jahren 1940 bis 1944 in Hartheim ermordeten Menschen findet alljährlich am 1. Oktober statt. 21 Foto: Land OÖ / Mayrhofer Zahlreiche Ehrengäste, darunter Angehörige und Nachkommen von Opfern der NS-Euthanasie sowie diplomatische VertreterInnen aus 18 Ländern fanden sich im Lern- und Gedenkort Schloß Hartheim ein, um der rund 30.000 Opfer zu gedenken. Der 1. Oktober steht symbolisch für den Beginn der NS-Euthanasie – Adolf Hitler verfaßte seinen „Gnadentoderlaß“ An fang Oktober 1939. Dieser markiert den Beginn der Ermordung von psychisch kranken und behinderten Menschen im Dritten Reich und jährt sich heuer zum 80. Mal. Vertreter aus 18 Ländern Zahlreiche Ehrengäste, darunter Angehörige und Nachkommen von Opfern der NS- Euthanasie sowie diplomatische Vertreter aus 18 Ländern – unter ihnen sieben Botschafterinnen und Botschafter – fanden sich im Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ein, um der rund 30.000 Opfer zu gedenken. Insgesamt nahmen mehr als 170 Personen an der Veranstaltung teil. Foto: Land OÖ / Mayrhofer Die Bedeutung des Gedenkens Nach der Begrüßung durch die Obfrau des Vereins Schloß Hartheim, Konsulentin Bri gitte Kepplinger, betonte Landeshauptmann Thomas Stelzer die Bedeutung des Landeshauptmann Thomas Stelzer bei der Kranzniederlegung Ge denkens an die Verbrechen und ihre Opfer in Hartheim. Oberösterreich war Ort von Massenverbrechen während der NS-Zeit und auch Heimat von TäterInnen – daraus leite sich die Verantwortung ab, die Ereignisse aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken. Die Zweite Republik und das Land Oberös - terreich wurden laut Landeshauptmann im »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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