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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt 18 Der Landtagspräsident Landtagspräsident Reinhart Rohr erinnerte an den Abwehrkampf und die für Kärnten so bedeutsame Volksabstimmung am 10. Ok - tober 1920. „Wir erinnern uns in großer Dankbarkeit an jene Menschen, die 1918 und 1919 für die Heimat zu den Waffen gegriffen haben – 270 Kärntnerinnen und Kärntner bzw. 150 SHS-Kämpfer verloren dabei ihr Leben – und Kärnten erneut verteidigt ha - ben“, blickte Rohr zurück. Der Abwehrkampf habe bei den Friedensverhandlungen in St. Germain Kärnten als einzigem Land die Möglichkeit eröffnet, mit der Berufung auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker, daß die demokratische Volksabstimmung am 10. Oktober möglich wurde. Alle anderen Teile Österreichs mit überwiegend deutschsprachiger Bevölkerung, wie die Untersteiermark, das Mies- und Kanaltal und Südtirol, wurden den Siegermächten zugesprochen. Rohr erinnerte auch daran – die heurige Feier mußte auf Grund der Umbauarbeiten im Landhaushof auf den Neuen Platz verlegt werden – daß am 13. Oktober 1920 das Er - gebnis der Kärntner Volksabstimmung am Neuen Platz verkündet wurde. „59,04 Prozent stimmten für ein gemeinsames Kärnten. Das war ein freudiger Anlaß, die Einheit un - seres Bundeslandes gebührend zu feiern“, so Rohr. Im zweiten Teil seiner Rede ging Rohr auf die aktuelle Baustelle im Landhaushof ein. Allen Verantwortlichen sei klar gewesen, daß es eine Baustelle auf geschichts träch ti - gem Boden sei. „Dabei wurde immer klarer, daß das Landhaus, wie kein anderes Gebäude in Klagenfurt, die neuzeitliche Geschichte Kärnten reflektiert. Untersuchungen ha - ben uns neue, detaillierte Einblicke in unsere Landesgeschichte geliefert. Die Erwartungen wurden bei weitem übertroffen und die Funde aus dem 12. und 13. Jahrhundert ge - hören zu den ältesten manifestierten historischen Hinterlassenschaften des neu gegründeten Marktes Klagenfurt“, sagte Rohr. Ebenfalls von besonderer Bedeutung für die Stadt- und Landesgeschichte sind laut Rohr auch die Reste der Stadtbefestigungsmauer und die baulichen Reste des Früh-Re - naissancezeitlichen Landhauses. „Die Funde und neuen Erkenntnisse ermöglichen einen zeitgemäß kritischen Blick in unsere Vergangenheit. Dies gilt für die Landesgeschichte insgesamt und heute ganz besonders für den Abwehrkampf und die Volksabstimmung. Je besser wir unsere Geschichte verstehen und kennen, umso mehr sind wir in der Lage Ge - Foto: fritzpress / Walter Fritz Landeshauptmann Peter Kaiser mit dem Kinderchor Bildungszentrums Ludmannsdorf genwart und Zukunft positiv und mit großer Verantwortung zu gestalten“, betonte der Land tagspräsident. Die Klagenfurter Bürgermeisterin Die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria- Luise Mathiaschitz erinnerte daran, daß vor 99 Jahren, am 10. Oktober 1920, die zarte Pflanze Demokratie die Erde durchbrach. „99 Jahre später wurde aus der Pflanze ein starker Baum. Der Baum steht symbolisch für beides und repräsentiert unsere Heimat“ hob die Stadtchefin hervor. Weitere Beiträge Die Schulsprecher der HAK 1 International Tobias Hinterhofer und Simon Kummer von der zweisprachigen Bundeshandelsakademie führten kurze Dialoge bzw. stellten den Vertretern der Heimatverbände bzw. einem Vertreter der slowenischen Volksgruppe Fragen. Zu Wort kamen auch Roland Zlöbl (Obmann KAB Rangersdorf seit 1984, Kärntner Kameradschaftsbund), Jakob Schret - ter (15, Enkel von Fritz Schretter, Kärntner Abwehrkämpferbund), Ursula Polesnig (Völ - kermarkt, Verein der Kärntner Windischen) Christian Kogler (Klagenfurt, Vorstandsmitglied Kärntner Heimatdienst) Marko Loibnegger (Generalsekretär slowenischer Sportverband) und Maria Tarkusch (Kühnsdorf, Obfrau Jauntaler Goldhaubenfrauen). Einhelliger Tenor aller: „Kärnten ist unser aller »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Heimat. Mit Zuversicht und Akzeptanz wird sie auch in Zukunft funktionieren.“ Musikalisch mitgestaltet wurde das Programm vom Kärntner Ju gendchor, das Bun - desheer stellte in Annabichl und auf dem Neuen Platz auch die Ehrenkompanie. Bei beiden Feiern konnte Landeshauptmann Peter Kaiser bzw. Moderatorin Ute Pichler neben Vertreterinnen des konsularischen Korps, der Justiz, des Militärs, der Polizei, der Rettungsorganisationenden, der Behörden und Kammern der Traditions- und Heimatverbände und Slowenen-Organisatiknen, darunter der Dachverband der Kulturvereine der deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien, zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter die beiden Landeshauptmannstellvertreterinnen Beate Prettner und Gaby Schaunig sowie Landesrätin Sara Schaar und die Landesräte Daniel Fellner, Martin Gruber und Sebastian Schuschnig. Weiters die Landtagspräsidenten Jakob Strauß und Josef Lobnig, Clubobmänner und Abgeordnete des Kärntner Landtages, Behördenleiter wie Landesamtsdirektor Dieter Platzer und seinen Stellvertreter Markus Matschek, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweis, Militärkommandant Walter Gitschthaler. Ebenfalls anwesend waren der Apostolische Administrator Bischof Werner Freistetter und Superintendent Manfred Sauer. n https://www.ktn.gv.at/ https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_1920_in_K%C3%A4rnten

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Niederösterreichisches EU-Radar EU-Skepsis abbauen und positive Kommunikation steigern In einer in raschem und ständigem Wandel begriffenen Welt sei es wichtig, politische Stabilität zu gewährleisten, sagte Landesrat Martin Eichtinger am 21. Oktober bei der Prä - sentation des niederösterreichischen EU Ra - dars in St. Pölten: „Niederösterreich bekennt sich klar zur europäischen Idee und zur EU. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem In - stitut für Strategieanalysen und der Donau- Universität Krems als wissenschaftliches Tool das EU Radar für Niederösterreich entwickelt.“ 19 Foto: NLK Filzwieser Landesrat Martin Eichtinger (r.) mit Gerda Füricht-Fiegl von der Donau-Universität Krems und Politikwissenschafter Peter Filzmaier bei der Präsentation des EU-Radars Niederösterreich Was NiederösterreichInnen wirklich am Herzen liegt Nach der Einbindung von 2.000 BürgerIn - nen durch die Salons des Europa Forums Wachau solle die aktuelle Studie des EU-Ra - dars zum ersten zeigen, was den Niederösterreichern wirklich am Herzen liege, meinte Eichtinger und erinnerte an die Einbindung der BürgerInnen in den politischen Diskurs mittels Live-Handy-Votings im Rah - men der Salons des Europa Forums Wachau. Als zentrale Forderungen der Landsleute seien in Folge auch die Verbesserung der EU-Kommunikation, eine Stärkung der europäischen Identität und eine Nutzung der Digitalisierung für mehr Bürgerbeteiligung in Göttweig diskutiert worden: „Dieser Mo - dellprozeß für den zivilgesellschaftlichen Dialog in Europa hat innerhalb der EU auch sehr großen Anklang gefunden“, so der Landesrat. „Das EU Radar, das Niederösterreich als erstes Bundesland entwickelt hat und das einzigartig in Europa ist, verfolgt nun drei Ziele“, so Eichtinger weiter: „Einsichten in die Anliegen der Niederösterreicher, einen Überblick über aktuelle EU-Förderungen und -Fördercalls sowie einen regelmäßigen Ausblick auf die großen europäischen Themen, die für Niederösterreich unmittelbar relevant sind.“ In Bezug auf die Fördermöglichkeiten verwies der Landesrat dabei insbesondere auf das Gratis-Interrail-Ticket „DiscoverEU“ für 18jährige für insgesamt 20.000 Jugendliche, für das sich im Mai aus Österreich 2.375 junge Menschen beworben hätten (von den 344, die einen Travel-Pass er hielten, kamen 44 aus Niederösterreich; der nächste Fördercall läuft vom 7. bis 28. No vem ber) sowie „WiFi4EU“ für kostenlose öffentliche Wifi-Verbindungen in 6.000 bis 8.000 Gemeinden bis zum Jahr 2020, wobei jede Gemeinde einen Gutschein in der Höhe von 15.000 Euro für W-Lan-Hotspots erhält. Hinsichtlich des Ausblicks auf europäische Schwerpunktthemen werde es in Zu– kunft vier Mal jährlich Informationen dar - über geben, welche Themen auf EU-Ebene gesetzt würden und welche Auswirkungen diese für Niederösterreich haben könnten. Mitgliedschaft in der EU »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Dazu werde es eine Service-Offensive der NÖ-Regional-Berater zur optimalen Nutzung der Fördermöglichkeiten durch Ge - mein den geben, kündigte der Landesrat an. Die erste Informationsveranstaltung dazu findet am 20. November im NÖ Landhaus statt. Einige Tage später, am 29. November, wird sich dann der nächste Salon des Europa Forums Wachau erfolgreichen AuslandsniederösterreicherInnen widmen.

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