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Ausgabe 189

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Österreich, Europa und die Welt Burgenland-Deklaration zum Klimaschutz 10 Unterzeichnung durch VertreterInnen von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen beim Internationalen Symposium »Action for Climate Empowerment« Foto: Bgld. Landesmedienservice Ein „High-level-Event für Maßnahmen zur Stärkung des Klimas“ fand im Beisein von Burgenlands Umweltlandesrätin Astrid Eisenkopf, Vertretern des UN-Klimasekretariats und des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus, internationaler Umweltschutzorganisationen sowie wich - tiger Stakeholder aus der Wirtschaft am 14. Oktober in Pamhagen statt. Die Veranstaltung im Rahmen des internationalen Symposiums zu diesem Thema wurde vom Land Burgenland in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Touris - mus und dem bilateralen österreichisch-deut - schen Freundschaftsbund sowie mit Unterstützung des UN Klimasekretariats organisiert. Höhepunkt war die Verabschiedung einer „Burgenland Deklaration zum Klimaschutz“, mit deren Unterzeichnung sich Vertreter von staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen zum Klimaschutz in ihrem Einflußbereich verpflichten. „Klimaschutz kann nur dann gelingen, wenn er in allen Teilen der Erde, auf allen Ebenen und von allen Menschen mitgetragen wird“, betonte Eisenkopf. „So wie es das Zusammenwirken vieler Handlungen war, die die Konzentration von Treibhausgasemissionen über die Jahrzehnte hinweg in der Atmosphäre steigen ließen, braucht es nun das Zusammenwirken aller, um dieser Entwick - lung wieder entgegen zu treten. Verantwortung kann nicht delegiert oder verordnet werden, sie muß von der Person oder der Organisation aus, die Verantwortung übernimmt, passieren“, appellierte die Umweltlandesrätin. Mit der Unterfertigung der De - klaration erklären sich die Unterzeichner be - reit, innerhalb ihrer Organisation oder ihres Unternehmens andere Menschen zu ermächtigen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Als „weiteren Meilenstein auf der Agenda, die Stärkung des Klimas zu promoten“ bezeichnete Ministerialrätin Talieh Wögerbauer, Generalsekretärin der Österreichisch- Deutschen Freundschaftsgesellschaft und UNFCC-Botschafterin der „Action for Climate Empowerment“, das Symposium in Pamhagen. ACE sei „ein wichtiges Instrument, um die Bevölkerung adäquat zu informieren“. Bildung, Fortbildung, Zugang zu entsprechender Information, vor allem aber die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als auch internationale Kooperationen seien wesentlich in der Bekämpfung des Klimawandels. „Die Burgenland-Deklaration ist eine Art Kick-off dafür, daß wir auch andere Nationen, andere Gesellschaften, die Diplomatie und vor allem den Privatsektor auffordern, uns zu unterstützen, adäquate Maßnahmen gegen den Klimawandel zu setzen.“ Keinesfalls dürfe man die Lösung der Probleme auf den Schultern der Jugend abladen, so Wögerbauer. International Symposium on Action for Climate Empowerment Erfahrungsberichte von VertreterInnen von Parteien, zwischenstaatlichen, Menschen - rechts- und Non-profit-Organisationen, aus dem privaten Sektor und von verschiedenen relevanten Stakeholdern und die Präsentation von good practice Beispielen standen im Fokus des Symposiums am Sonntag. Dabei wurden die Haupterfordernisse und Handlungsfelder für „Action for Climate Empowerment“ (ACE) definiert und Möglichkeiten erörtert, durch die Gewinnung von Partnerschaften und Unterstützern auf nationaler und internationaler Ebene Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen voranzutreiben – Ziele, die auch in der Klima Konvention und im Pariser Abkommen definiert sind. Der „High-level Event“ am stand im Zeichen einer Podiumsdiskussion darüber, wie das Pariser Abkommen durch Bildung und Be - wußtseinsbildung schneller umgesetzt werden könnte, und welche Rolle überparteiliche Stakeholder dabei spielen könnten. Burgenland-Deklaration zum Klimaschutz Die nun verabschiedete „Burgenland-De- klaration zum Klimaschutz“ verpflichtet die Unterzeichner, im Hinblick auf die Erreichung des im Pariser Abkommen formulierten Ziels – Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 Grad – in ihrem Bereich alles zu unternehmen, was zur Stärkung des Klimas beiträgt, und andere zu unterstützen und zu ermutigen, dies ebenfalls zu tun. Die Deklaration wird bei der nächsten UN-Klimakonferenz im Dezember in Santiago de Chile präsentiert werden. n http://www.burgenland.at/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 189 / 31. 10. 2019 Der Jewish Welcome Service Vienna (JWS) war vom 15. bis 22. September Gastgeber einer Gruppe Jüdinnen und Juden, der 1. und 2. Generation mit Wiener Wurzeln. Diesmal kamen die Gäste aus Argentinien, Australien, Uruguay, Israel, Großbritannien und der USA. Ältester Gast war Max Jäger (Jahrgang 1928) aus Argentinien, wohin er auch 1939 emigrierte, der sich noch sein Wienerischen Deutsch behalten hat. Yulica Marin (Jahrgang 1938) ist 1939 mit ihrer Mutter nach Bolivien emigriert und Henry Weil (Jahrgang 1935) hat die wunderbare Geschichte seines Vaters erzählt, der einmal in der Wo - che mit Sigmund Freud tarockiert hat. Auch diesmal waren Geschwister und An - verwandte, die das erste Mal Wien besucht haben, auf den Spuren ihrer Eltern und Großeltern unterwegs – dabei sind natürlich unterschiedlichste Gefühle aufgekommen. Die Stadtrundfahrt begeisterte jedoch sichtlich alle, denn einige haben sofort ge - meint, sie würden wieder kommen. Die Gruppe war im Rathaus zu einer Wiener Jause eingeladen und wurde dort von GR Peter Florianschütz und von Hannah Lessing, der Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich, herzlichst begrüßt. Ein Highlight für die Gäste war die Einladung in der Hofburg, wo sie von Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit einer wunderbaren Rede empfangen wurden – und sich für viele Selfies gerne zur Verfügung ge - stellt hat. Viele hatten sich auch im Archiv der Israelitischen Kulturgemeinde Wien (IKG) Österreich, Europa und die Welt Gäste aus sechs Nationen 37 Personen haben auf Einladung des Jewish Welcome Service Wien besucht Foto: HBF / Peter Lechner v.l.: Talya Lador-Fresher, Botschafterin des Staates Israel, Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds d. Republik Österreich, Bundespräsident Alexander Van der Bellen,Susanne Trauneck, Generalsekretärin des JWS, Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding GmbH., und Peter Schwarz, Geschäftsführer des psychosozialen Zentrums ESRA Das Bild unten gibt einen Blick auf die 37 Gäste in der Präsidentschaftskanzlei. angemeldet, um zu den Verwandten zu re - cherchieren und viele wollten nicht nur den alten Wohnsitz, die Schule, die Arbeitsstätte besuchen, sondern auch die Grabstätten ihrer Urgroß- bzw. Großeltern am 1. und 4. Tor des Zentralfriedhofs. „Diese Einladungen werden immer be - deutender, denn damit zeigt die Stadt Wien, wie wichtig ihr die öffentliche Wahrnehmung und die Anerkennung des Leides der Holocaust-Überlebenden und ihrer Familien ist, so Susanne Trauneck, Generalsekretärin des Jewish Welcome Service. 1980 wurde die Organisation auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Leopold Gratz und des Stadtrates Heinz Nittel gemeinsam 11 mit dem 2007 verstorbenen Leon Zelman gegründet. Präsident ist der jeweilige Bürgermeister der Stadt Wien. Weitere Aufgaben neben dem Besuchsprogramm sind die Unterstützung von Gedenk- und Erinnerungsinitiativen sowie Information und Service für jüdische Wien-BesucherInnen. Darüber hinaus organisiert der JWS auch Einladungen für die jüngere Generation. Finanziert wird die Tätigkeit des Jewish Welcome Service von der Stadt Wien mit Un terstützung der Wien-Holding GmbH. und der Republik Österreich. n https://www.bundespraesident.at/ https://jewish-welcome.at/ https://www.ikg-wien.at/ Foto: HBF / Peter Lechner »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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