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Ausgabe 186

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 Wirtschaft Unternehmensdemografie 2017 Rund 90 Prozent der 42.417 Unternehmensneugründungen waren im Dienstleistungsbereich angesiedelt. Im Jahr 2017 wurden laut Statistik Austria 42.417 neue Unternehmen in Österreich gegründet. Gemessen an den insgesamt am Markt aktiven Unternehmen entspricht das einer Neugründungsrate von 7,7 %; gegen - über dem Vorjahr (2016: 8,3 %) ist diese Rate leicht gesunken. Pro Neugründung wurden 2017 im Durchschnitt 1,6 Arbeitsplätze geschaffen. Im Produzierenden Be - reich (ÖNACE 2008 Abschnitte B-F) wurden pro Neugründung mehr Arbeitsplätze (1,8 Beschäftigte) geschaffen als im Dienstleistungsbereich (ÖNACE 2008 Abschnitte G-S: 1,5 Beschäftigte). Im gleichen Zeitraum (2017) wurden 37.171 Unternehmen geschlossen (Schließungsrate: 6,8 %); durchschnittlich gingen pro Schließung 1,5 Arbeits - plätze verloren. 88 Neugründungen des Dienstleistungsbereichs dominieren 89,5 % der Unternehmensneugründungen erfolgten im Dienstleistungsbereich, die mei sten davon im Gesundheits- und Sozialwesen (10.035), im Handel (6.891) sowie in den freiberuflichen/technischen Dienstleistungen (5.274). Die höchste Neugründungsrate (11,9 %) verzeichnete ebenfalls der Wirtschaftsbereich Gesundheits- und Sozialwesen – dazu zählen etwa die Branchen Hauskrankenpflege, Pflegeheime oder Tagesbetreuung von Kindern –, gefolgt von den sonstigen Dienstleistungen (10,4 %). An dritter und vierter Stelle reihen sich die Wirtschafts - bereiche sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (10,0 %) und Verkehr (9,4 %) ein. Am niedrigsten war der Anteil neu gegründeter Unternehmen im Dienstleistungssektor beim Grundstücks- und Wohnungswesen (4,3 %), im Bereich Finanz- und Versicherungsleistungen (4,7 %) sowie bei den freiberuflichen/technischen Dienstleistungen (5,9 %). Die meisten Unternehmen werden als Klein- und Kleinstbetriebe gegründet Beinahe drei Viertel (73,5 %) der 2017 neu gegründeten Unternehmen waren Einzelunternehmen (31.194). 6.398 Neugründungen (15,1 %) erfolgten als Kapitalgesellschaften; etwas weniger häufig wurden neue Unternehmen in Form von Personengesellschaften und anderen Rechtsformen (4.825 bzw. 11,4 %) gegründet. Auch die Verteilung der Neugründungen nach Beschäftigten - größenklasse spiegelt die kleinbetriebliche Struktur der österreichischen Wirtschaft wi - der: Die überwiegende Mehrheit (81,9 %) der neu gegründeten Unternehmen waren ohne unselbständig Beschäftigte. 13,5 % der Unternehmen hatten im Jahr der Gründung zwischen einem und vier unselbständig Be - schäftigte; nur 3,3 % bzw. 1,3 % waren mit zwischen fünf und neun bzw. mit zehn und mehr unselbständig Beschäftigten erstmals am Markt aktiv. Hohe Überlebensraten in der Energie- und Wasserversorgung Die Überlebensraten der Unternehmen eines Gründungsjahrgangs (d. h., einer Gründungskohorte) sinken von Jahr zu Jahr: Von den 2012 neu gegründeten Unternehmen wa - ren ein Jahr später noch 84,5 % am Markt tätig. Die Zweijahresüberlebensrate (von 2012 auf 2014) betrug 70,7 %; nach drei Jahren waren 62,0 % und nach vier Jahren 54,7 % dieser Unternehmenskohorte noch ak tiv. Die Fünfjahresüberlebensrate beträgt nur mehr 49,3 %. Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es die höchsten Fünfjahresüberlebensraten in den Bereichen Energieversorgung (74,5 %), Wasserversorgung und Abfallentsorgung (65,1 %), in der Herstellung von Waren (62,1 %) sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen (61,6 %). Die Unternehmensdemografie-Statistik wird auf Basis von Administrativdaten sowie statistischen Registern erstellt. Die entstandene Datenbasis wird von unechten Neugründungen bzw. Schließungen bereinigt. Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere In - formationen zur Statistik der gesamten Un - ternehmensdemografie finden auf dieser Sei - te der Statistik Austria: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/unternehmen_arbeitsstaetten/unternehmensdemografie_ab_2015/index.html »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 Chronik »Vermessung der Jugend« 2.263 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren wurden in Österreichs größter Jugendstudie von DocLX und Marketagent.com befragt. Am 18. Juni präsentierten DocLX, Österreichs größte Eventagentur mit touristischem und digitalem Schwerpunkt, und Mar - ketagent.com den neuen Jugend Trend Mo - nitor. In Österreichs größter Jugendstudie werden 2.263 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren repräsentativ zu aktuellen Themen befragt. „Wir sehen das Bild einer sehr vernünftigen Jugend, die bereits mit der Digitalisierung aufgewachsen ist und eine gewisse Am - bivalenz entwickelt hat. Schattenseiten der Digitalisierung sind ebenso bewußt wie Vorteile, Potentiale und verbindende Faktoren“, faßt DocLX-Gründer Alexander Knechtsberger zusammen. „Digitalisierung ist ein fixer Bestandteil des Lebens der jungen Österreicher und wird nicht mehr losgelöst gesehen. Im Umgang mit digitalen Medien und Devices sind die 14- bis 29jährigen sehr bewußt und nutzen sie gezielt. Auch eine Auszeit vom hyperdigitalen Dauerstress wird als immer erstrebenswerter angesehen“, so Marketagent.com- Geschäftsführer Thomas Schwabl. 89 Mobilität im Wandel 70,4 % der jungen ÖsterreicherInnen wünschen sich kostenfreie öffentliche Verkehrsmittel, womit der Trend zur Abkehr vom eigenen PKW untermauert wird. 25,9 % sprechen sich für autofreie Innenstädte aus und beachtliche 27,2 % wären für eine Ab - schaffung des Tempolimits auf Autobahnen. Nur 13,6 % unterstützen ein Verbot von Verbrennungsmotoren. Die Einführung einer City-Maut halten 12,6 % der Befragten binnen der nächsten zehn Jahre für realistisch, die Abschaffung des Tempolimits hingegen sogar 14,5 %. Jeder fünfte junge Österreicher kann sich vorstellen, daß der öffentliche Verkehr in der nächsten Dekade gratis angeboten werden wird. Ein eigenes Auto zu ha - ben, halten nur mehr 47 % der befragten jungen Menschen für wichtig. 21,4 % denken, daß Elektromobilität relevant ist und 17,2 % sprechen sich für Car-Sharing aus. Mobilitätsplattformen wie Uber, CAR:GO oder Ta - xi fy haben für 16,7 % der Befragten sehr hohe Relevanz. Mit 81,1 % ist der Wunsch nach dem eigenen Auto in den Bundesländern erwartungsgemäß stärker ausgeprägt als in Wien (61,4 %). Bei der Frage nach der Relevanz von Carsharing und Mobilitätsplattformen zeigen sich hingegen kaum Unterschiede zwischen urbaner und ruraler Population. In ein autonom fahrendes Auto würden 46 % der jungen Österreicher einsteigen; al - lerdings ist die Zustimmung bei Männern (60,9 %) stärker ausgeprägt als bei Frauen (30,2 %). Nur 20,8 % der jungen Menschen kann sich mit dem Gedanken eines autonom fahrenden Autos noch gar nicht anfreunden. Ähnlich ambivalent ist auch die Einstellung zu Zustelldiensten mit Drohnen: 50,6 % der Befragten begrüßen sie. Auch hier zeigen sich Männer (61,2 %) wesentlich technikund innovationsaffiner als Frauen (39,4 %). 44,3 % sind der Überzeugung, daß Amazon »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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