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Ausgabe 186

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 »Burgenland Journal« Fröhlich, was da lebt in Ost und West 76 Die Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Rechnitz unter Pfarrer Carsten Marx und Kurator Josef Reiter luden zum Gustav-Adolf-Fest nach Rechnitz Foto: Landesmedienservice Burgenland Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (10.v.r.), Landtagspräsidentin Verena Dunst (5.v.l.), Rechnitzs Bürgermeister Martin Kramelhofer (8.v.r.), Landtagsabgeordneter Christian Drobits (6.v.r.), Grünen-Landessprecherin und Landtagsabgeordnete Regina Petrik (7.v.r.), Festpredigerin Prälatin Gabriele Wulz (7.v.l.), Bischof Michael Chalupka (4.v.l.), Pfarrer Carsten Marx (9.v.r.), Superintendent Manfred Koch (9.v.l.), Pfarrerin und Obfrau des GA Zweigvereins Burgenland, Ingrid Tschank (r.) sowie weitere Offizielle nach dem Festakt in Rechnitz Das Gustav-Adolf-Fest der Evangelischen Pfarrgemeinden im Burgenland wurde 20. Juni – zu Fronleichnam – in Rechnitz un - ter dem Motto „Fröhlich, was da lebt in Ost und West!“ gefeiert. Ausgerichtet wurde es von der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Rechnitz unter Pfarrer Carsten Marx und Kurator Josef Reiter. Nach dem Gottesdienst wurden die Ehrengäste, an der Spitze Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landtagspräsidentin Verena Dunst, begrüßt und die Festansprachen durchgeführt. Teil des Fe stes war ein Geistliches Konzert mit dem Berliner Vo kalkreis in der evangelischen Kirche in Rechnitz. Eine Führung beim Mahnmal Kreuzstadl in Zusammenarbeit mit R.E.F.U.G.I.U.S. stand ebenfalls auf dem Programm. Auch die Jahreshauptversammlung des burgenländischen Gustav-Adolf-Vereines (GAV) wurde durchgeführt. Landeshauptmann und Landtagspräsiden - tin wurden in Diskussionsrunden nach dem Festgottesdienst auf die Bühne gebeten. Auf die Frage, ob der Landeshauptmann fröhlich sei, antwortete er: „Ich bin ökumenisch aufgewachsen, meine Mutter ist evangelisch, mein Vater katholisch. Für mich ist ,Ost/ West‘ schon eine Frage der Betrachtungswei - se. Überall leben Menschen. Sie haben im mer die gleichen Ziele, sie möchten gesund sein, eine Altersversorgung haben und es soll ihnen gut gehen. Aus diesem Blickwinkel ist ,Ost/ West‘ gar nicht so unterschiedlich.“ Erst da - nach antwortete er auf die Frage und meinte dazu: „Fröhlichkeit ist, wenn man privat und beruflich erfolgreich ist. Es liegt an der Grundeinstellung, positiv zu denken.“ Die Landtagspräsidentin antwortete darauf: „Wenn ich höre, wie es in anderen Ländern auf der Welt zugeht, weiß ich nicht, wie man bei uns nicht fröhlich sein kann. Es geht uns so gut, wir alle können fröhlich darüber sein.“ Und Grünen-Landessprecherin und Landtagsabgeordnete Regina Petrik meinte dazu: „Zusammenhalten ist noch immer besser. Ich bin ein fröhlicher Mensch und höre gerne Melodien oder singe diese auch.“ https://www.burgenland.at Nach den Interviews und Grußworten wurde auch noch der neue Bischof der Evangelischen Kirche A.B., Michael Chalupka auf die Bühne gebeten. Er tritt sein Amt offiziell als Nachfolger von Michael Bünker am 1. September 2019 an: „Ich bin eigentlich noch Bischofslehrling, aber schon gewählter Bischof. Es ist wunderbar, daß es so viele Traditionen in Österreich gibt“, scherzte Cha - lupka. Und was macht ihn fröhlich? „Zur Fröhlichkeit gehört Übung, ich werde demnächst noch mehr Zeit mit meiner Tuba verbringen.“ Die Ausrichtung eines Gustav-Adolf-Fe - stes ist für jede Pfarrgemeinde eine große Her ausforderung. „Sie ist ein wunderbares Geschenk und ein Grund zum Danken. Durch jedes Fest wachsen unsere freundschaftli - chen Kontakte und wir stärken unseren Glau ben“, sagte Pfarrer Carsten Marx beim Fest in Rechnitz. n https://evang-bgld.at/ort/rechnitz/ http://www.refugius.at/ http://www.rechnitz.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 »Burgenland Journal« Land Burgenland kauft Synagoge Kobersdorf 77 Wichtiges historisches Baudenkmal soll general saniert werden und anschließend Raum für Ausstellungen, Konzerte, Symposien und vor allem für eine lebendige Auseinandersetzung mit dem jüdischen Erbe des Burgenlandes bieten. Unmittelbar vor dem 160jährigen Jubiläum erwirbt das Land Burgenland die Synagoge Kobersdorf und plant eine umfassende Sanierung und Adaptierung als Veranstaltungsstätte. Bei der Synagoge, deren fei - erliche Einweihung am 11. April 1860 stattfand, handelt es sich um eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse jüdischen Lebens im Burgenland. Das Gebäude steht auch sinnbildlich für das Schicksal der jüdischen MitbürgerInnen – insbesondere in der Zeit des Na tionalsozialismus – und soll in Zukunft gleichermaßen Veranstaltungsstätte wie Mahn mal sein. „Uns ist das kulturelle und vor allem das jüdische Erbe im Burgenland ein besonderes Anliegen“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Große Bedeutung für jüdische Gemeinde „Wir wissen, daß die Synagoge für die jüdische Gemeinde von äußerst großer Be - deutung ist. Ich bin mir sicher, daß wir mit dem Kauf der Synagoge einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt eines wirklich wichtigen und bedeutenden historischen Gebäudes beitragen, das viel mehr ist als nur altes Gemäuer“, so Doskozil. Zuspruch erhält der Landeshauptmann auch von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG): „Die Israeltische Kultusgemeinde Wien als zuständige Kultusgemeinde auch für das Burgenland begrüßt den auf Initiative von Landeshauptmann Doskozil erfolgten Kauf des Gebäudes der ehemaligen Synagoge Kobersdorf, dem einzigen noch existierenden freistehenden Synagogengebäu - de der ,Sieben Jüdischen Gemeinden‘ des Burgenlandes. Es wird damit nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur ge - leistet, sondern gerade in Zeiten eines steigenden Antisemitismus auch durch die ge - plante kulturelle Verwendung das wichtige und richtige Zeichen gesetzt“, kommentiert IKG-Präsident Oskar Deutsch. Die Zukunft Bereits in den nächsten Wochen soll mit Erstmaßnahmen sowohl am Grundstück als Foto: Bgld. Landesmedienservice Die Synagoge Kobersdorf soll generalsaniert werden https://www.burgenland.at auch am historischen Gebäude begonnen werden. Anschließend soll ein Sanierungskonzept erarbeitet und die Synagoge generalsaniert werden. Ziel der Restaurierung ist die Erhaltung der historischen Bausubstanz, konservatorische Maßnahmen an den originalen Mauern, die Sanierung des Daches, die statische Sicherung und die Durchführung notwendiger Wiederherstellungsmaßnahmen im Innen- und Außenbereich. Diese behutsamen konservatorischen Maßnahmen haben den Zweck, möglichst viel Originalsubstanz zu retten und die begonnene Form einer al - terswertigen Restaurierung fortzuführen. Die Arbeiten erfolgen wie bisher in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. Ziel ist es, das Gebäude so weit wie möglich in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Dadurch soll die historische Aussagekraft der Synagoge – als sichtbarer Zeitzeuge einer grausamen historischen Epoche – nicht zerstört werden und das Gebäude auch weiterhin die Funktion eines Mahnmals ausüben. Das Gebäude soll nach der erfolgten Ge - neralsanierung entsprechend der Intention der vormaligen Besitzer ein Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit einem Schwerpunkt auf regionaler jüdischer Kultur und Geschichte sein und einen regelmäßigen Veranstaltungsbetrieb (geführt von der landeseigenen Kulturbetriebsgesellschaft) entfalten. Geplant sind Kooperationen mit verschiedenen Institutionen. Die Synagoge von Kobersdorf soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, daß das Land Burgenland sich seiner jüdischen Wurzeln, seiner jüdischen Traditionen und seiner Verantwortung für die jüdischen Opfer aus der Zeit des NS-Terrors bewußt ist. Die Restaurierung wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die baulichen Maßnahmen werden von der BELIG – Beteiligungsund Liegenschafts GmbH durchgeführt. n http://www.ojm.at/gemeinden/kobersdorf/

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