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Ausgabe 186

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 praktischen Unterricht künftig auch in Abteilungen der KRAGES-Krankenhäuser im Bur - genland absolvieren. ÄrztInnen der KRA- GES können zudem in die Erstellung von Masterthesen eingebunden werden. KRAGES-Geschäftsführer Harald Kekkeis erläutert: „Für die KRAGES ist die Vereinbarung mit der Danube Private University ein großer Schritt. Wir vernetzen unsere Standorte damit mit einer weiteren renommierten Lehreinrichtung. Wir erwarten uns einerseits einen Austausch von Studenten, aber auch, daß wir zukünftig ärztliches Personal für unsere vier Standorte bekommen. Wir erwarten uns aber auch insgesamt eine Attraktivierung unserer Standorte, insbesondere für unser Leitspital im Süden, das Krankenhaus Oberwart. Moderne medizinische und pflegerische Infrastrukturen treffen hier auf die typisch burgenländische Art der persönlichen Zusammenarbeit.“ Keckeis stellt außerdem in Aussicht: „Perspektivisch ge - plant ist ein Trainingscenter der Privatuniver - sität am Standort Oberwart.“ Sie sei sich sicher, „daß mehr Ärzte im Burgenland ihren beruflichen Standort als Landärzte oder Ärzte in der KRAGES finden werden“, erklärt DPU-Präsidentin Hon.- Prof. Brigitte Wagner-Pischel und verweist auf einen Ausbildungsschwerpunkt für Zahn - ärzte an der DPU im vergangenen Jahrzehnt: „Recht viele davon sind bereits im Burgenland in eigener Praxis tätig, das wollen wir auch in der Humanmedizin auf den Weg bringen.“ Die DPU werde „ein internationales Netzwerk mit anerkannten Wissenschaftlern aus ganz Europa hier hinbringen.“ Voraussetzungen für das Stipendium Voraussetzung für die Gewährung des Stipendiums sind eine mindestens zweijährige durchgehende Hauptwohnsitzmeldung im Burgenland, österreichische Staatsbürgerschaft oder gleichgestellt, die Anmeldung zum Zulassungsverfahren auf der Homepage der DPU, die Bereitschaft zur Absolvierung des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens sowie ein entsprechender Antrag beim Amt der Bur - genländischen Landesregierung. Förderungswürdig ist, wer sich dazu verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Abschluß der Ausbildung zur Ärztin/zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zur Fachärztin/zum Fach - arzt in einer burgenländischen Krankenanstalt oder als Kassenvertragsärztin/-arzt im Land Burgenland tätig zu werden und diese ärztliche Tätigkeit mindestens fünf Jahre im Burgenland aufrecht zu erhalten. n https://www.krages.at/ Foto: Bgld. Landesmedienservice »Burgenland Journal« Leistbares Wohnen in hoher Qualität v.l.: Gemeinderätin Andrea Gottweis, Bürgermeister Kurt Maczek, Wohnbau-Landesrat Heinrich Dorner, Karin Zauber Lohmeyer (Sprecherin Bürgerinitiative „Housing for all“), Günter Schütter (Bürgerinitiative „Housing for all“), Alfred Kollar, Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) und Vizebürgermeister Franz Rechberger Wohnen muß leistbar sein und bleiben: In diesem Punkt sind sich sowohl Wohn bau-Landesrat Heinrich Dorner und OSG-Direktor Alfred Kollar als auch die Ge - meindevertretung in Pinkafeld mit Bürgermeister Kurt Maczek und Vizebürgermeister Franz Rechberger einig. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz sagte Bürgermeister Maczek: „Auf dem ehemaligen Areal der Kaserne Pinkafeld wurde ein Branchenmix zu - sammengebracht, es gibt Reihenhäuser, Start - wohnungen sowie leistbares Wohnen.“ Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft ist seit 1964 Partner in Pinkafeld, wo nun zwei Drittel des Kasernenareals gekauft wurden, um Wohnungen zu errichten. Der OSG-Obmann wies auf die Initiative „Housing for all“ hin: „Für uns, die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, ist es eine Selbstverständlichkeit, daß wir der Be - völkerung leistbares Wohnen zur Verfügung stellen. Wir stehen hinter der Initiative. Mit der Wohnbauförderung wird leistbares Wohnen geschaffen.“ Wichtig ist Kollar auch: „Wir schaffen Wohnraum für Jedermann.“ Sein Dank gilt aber auch „den 151 Gemeinden im Burgenland, die das möglich ma - chen.“ Stellvertretend dankte er Bürgermeister Kurt Maczek für die gute Zu sam men - arbeit aller Gemeinden mit der OSG. Der Wohnbau-Landesrat und das Land Bur genland stehen für leistbares Wohnen. Dorner streute dabei seinem Vorgänger, Alt- Landeshauptmann Hans Niessl, der für die https://www.burgenland.at 72 Wohnbauförderung zuständig war, Rosen: „Wir haben im letzten Jahr die Wohnbauförderung neu beschlossen, einen Sozialzuschlag eingeführt. Sowohl die Baulückenschließung als auch Abrisse werden gefördert. Wir starteten eine Wohnbau- und Informationsinitiative. Die Förderansuchen sind dadurch um 100 Prozent gestiegen. Wir können stolz auf das Burgenland sein: Es gibt die niedrigsten Mietzinsen im Bundesländervergleich. Das Burgenland steht an erster Stelle.“ Karin Zauber Lohmeyer, Sprecherin der Bürgerinitiative „Housing for all“, setzt sich dafür ein, daß Wohnen bezahlbar sein und bleiben muß. Ihre Forderungen: m der Zugang zu leistbarem/sozialen Wohnen darf nicht durch die EU beschränkt werden, m Investitionen von Gebietskörperschaften im Bereich des leistbaren Wohnbaus müs - sen von den Maastricht-Kriterien ausgenommen werden, m Gemeinnützige Wohnbauträger müssen Finanzmittel zu verbesserten Konditionen von der europäischen Investitionsbank erhalten, m Kurzzeitvermietungen von Wohnraum über digitale Plattformen müssen gerecht auf europäischer Ebene geregelt werden, m um den Wohnbedarf in den europäischen Regionen darstellen zu können, müssen entsprechende Daten europaweit standardisiert erhoben werden. n https://www.housingforall.eu/at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 »Burgenland Journal« #politik-er-leben LTP Dunst: »Interesse an politischen und gesellschaftlichen Prozessen sind unbezahlbare Erfahrungen und aus demokratiepolitischer Sicht enorm wichtig.« 73 Foto: Landesmedienservice Burgenland Landtagspräsidentin Verena Dunst (Mitte links) stellte gemeinsam mit den Projektpartnern die Demokratie-Offensive vor. Den Landtag und politische Zusammenhänge den Menschen näherbringen und zur aktiven Teilnahme an der Politik einladen – um diese Ziele zu erreichen, startete Landtagspräsidentin Verena Dunst eine um - fassende Demokratie-Offensive unter dem Titel #politik-er-leben. Gelingen soll das mit einem Bündel an Maßnahmen und Veranstaltungen, so Dunst, die im Rahmen einer Pressekonferenz am 12. Juni die Kooperationspartner und die Eckdaten zu dem Projekt vorstellte. „Die von mir initiierte Demokratie-Offensive soll den Landtag und politische Zusammenhänge den Menschen aller Al tersgruppen im Land näherbringen. Sie sol len wissen, warum sie am demokratischen Entscheidungsprozeß aktiv teilnehmen, wie man politische Debatten führt und welche Rechte sie haben“, so Dunst. Als Projektpart - ner fungieren die Fachhochschule Burgenland, die Pädagogische Hochschule, die Akademie Burgenland, die Bildungsdirektion und die Burgenländischen Volkshochschulen. Durch deren Mitwirkung sind die Arbeiten für das Projekt bereits weit gediehen. Die Projektleitung übernimmt Doris Wagner. Demokratieportal für SchülerInnen Die Bildungsdirektion Burgenland und die Pädagogische Hochschule Burgenland arbeiten an einem neuen Demokratieportal, worauf SchülerInnen über die LMS Plattform (Lernen mit System) zugreifen können. Ge - plant sind sechs Module, die auf den Lehrplan Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung abgestimmt sind. Die Themen reichen von den politischen Parteien und direkten Formen der Partizipation bis hin zur Macht von Zivilgesellschaften. Die Module enthalten jeweils kurze Informationsteile. Im Anschluss finden sich Arbeitsaufträge in Form von offenen Fragen oder Diskussionsund Interpretationsaufgaben, die in Einzeloder Teamarbeit bearbeitet werden können. Ziel ist es, für die Jugendlichen möglichst in - formative und interaktive Informationen zur Verfügung zu stellen, die ihr Interesse an po - litischen Fragen und das Verstehen von Zusammenhängen und Wirkungsweisen von politischen Entscheidungen wecken. Mit Schulbeginn 2019/2020 soll das Konzept implementiert werden. Neues Besucherprogramm für alle Altersgruppen In Zukunft werden Führungen im Landhaus für jede Altersgruppe speziell gestaltet. Durch ein neues Besucherprogramm sollen alle Altersgruppen – vom Kindergartenkind bis hin zu Senioren über den Landtag im Burgenland, die Politik und Geschichte des Burgenlandes informiert werden. Es werden spezielle Führungsprogramme für Kindergarten- und Volksschulkinder ausgearbeitet. Für SchülerInnen der Sekundarstufe sind ebenfalls spezielle Führungen geplant und es wird bereits daran gearbeitet Studierende an der Pädagogischen Akademie im Rahmen https://www.burgenland.at des außerschulischen Praktikums als Guides einzubinden. Auch für Erwachsene sollen die Landhausführungen attraktiver gestaltet werden. Dunst: „Es gibt bereits bestehende Angebote wie Live-Stream, Informationen über Gesetzesvorlagen oder die Gebärdensprache bei Landtagssitzungen. Aber wir wollen mehr: einen neuen, modernen, einladenden und serviceorientierten Web-Auftritt, der alle Burgenländerinnen und Burgenländer einladen soll, aktiv an der Politik mitzuwirken – an dieser neuen ,Demokratie-Homepage‘ wird derzeit intensiv gearbeitet. Wichtig ist mir aber auch das Landhaus mehr zu öffnen und dazu gehören unbedingt zielgruppenspezifische, altersgerechte Führungen im Landhaus die über den Landtag im Burgenland, die Politik und die Geschichte des Burgenlandes informieren.“ Informationsabende und Diskussionsveranstaltungen in Gemeinden Um das Politikverständnis in der Bevölkerung zu verbessern, wird es in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Burgenland Diskussionsveranstaltungen und Informationsabende rund um die Themen Politik und Demokratie in Gemeinden geben. Dazu wird die Volkshochschule Burgenland neue Konzepte entwickeln. Weitere Details zum Demokratie-Paket werden in den kommenden Wochen präsentiert. n

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