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Ausgabe 186

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 »Burgenland Journal« 70 https://www.burgenland.at teien beschlossen werden, so FPÖ-Klubobmann Geza Molnar. „Das spricht gleichermaßen für den Arbeitseifer wie für die Qualität der Arbeit. Wenn man 95 Prozent der Gesetze nicht alleine als Koalition beschliessen muß, dann zeichnet das ein etwas anderes Bild, wie es die Opposition darzustellen versucht.“ Das Programm, das die Regierung noch vor sich habe sei sehr ambitioniert. Die dafür noch zu beschließenden Ge - setze verhandle man bereits. „Wir werden im Jahr 2019 auf ungefähr 160 Gesetzesbeschlüs - se kommen. In den grundsätzlichen Fragen sei sich die Koalition einig. Der Zukunftsplan Pflege habe seine Wurzeln im Koalitionsübereinkommen, ebenso die Besoldungsreform. Auch zur Bio-Wende kommt Zustimmung. „Wenn es um die Ökologisierung der Landwirtschaft geht, kann niemand etwas dagegen haben.“ Mit der bisherigen Bilanz sei man sehr zufrieden, und das, was die Regierung noch vor habe, könne sich se hen lassen, so Molnar. n Budapest: Burgenland-Empfang Der jährliche Empfang in der Residenz der Österreichischen Botschaft ist ein Symbol des Zusammenwirkens und des Miteinanders Bei einem „Burgenland-Empfang“ in der Residenz der Österreichischen Botschaft in Budapest traf Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gemeinsam mit Landesrat Christian Illedits am 19. Juni 2019 an der Spitze einer burgenländischen Delegation mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur sowie mit hochrangigen Vertretern des Diplomatischen Corps zu informellen Gesprächen zusammen. Im Mittelpunkt dieses bereits traditionellen Sommerfestes, das vom Joseph- Haydn-Brass musikalisch umrahmt wurde, standen die Pflege bestehender Kontakte sowie die Vertiefung der guten Beziehungen. „Diese Beziehungen zwischen Österreich und Ungarn insgesamt und zwischen dem Burgenland und Ungarn im Speziellen sind etwas Besonderes. Dieses Sommerfest in der österreichischen Residenz hier in Budapest ist deshalb ein Symbol dieses Zusammenwirkens und des Miteinander. Bereits im Vorfeld dieses Empfanges bin ich mit Dr. László Mosóczi, dem ungarischen Staatssekretär für Verkehrspolitik, zusammengetroffen. Diese guten Kontakte mit Ungarn sind uns sehr wichtig, denn wir leben in der gleichen Region im Zentrum Europas. Es ist deshalb wesentlich, daß wir uns zu diesem gemeinsamen Europa bekennen, es auch leben und aus unserer gemeinsamen Vergangenheit lernen. Ich danke daher den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der österreichischen Botschaft hier in Budapest - mit Botschafterin Mag. Ellison-Kramer an der Spitze - für die Förderung dieser Beziehungen in unserer Region, für die Verbundenheit mit dem Burgenland, für die Verdienste um ein freundschaftliches und partnerschaftliches Miteinander. Diese bilaterale Zusammenarbeit wird auch hinkünftig für das Burgenland von vorrangiger Bedeutung sein“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. n Foto: Bgld. Landesmedienservice Foto: Österreichische Botschaft Budapest v.l.: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, László Mosóczi, Ungarns Staatssekretär für Verkehrspolitik, Botschafterin Elisabeth Ellison-Kramer und Landesrat Christian Illedits beim bereits traditionellen Sommerfest in der Österreichischen Residenz in Budapest Ein Blick auf einen Teil der vielen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur sowie hochrangige Vertreter des Diplomatischen Corps, die der Einladung des Landes Burgenland gefolgt sind

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 »Burgenland Journal« Mehr Ärzte für das Burgenland Ab Herbst jährlich fünf kostenlose Studienplätze für BurgenländerInnen – Land, KRAGES und Danube Private University vereinbaren Kooperation Um die wohnortnahe ärztliche Versorgung für die Zukunft abzusichern, wird es im Rahmen einer Kooperation des Landes Burgenland und der KRAGES mit der Danube Private University (DPU) in Krems ab dem Wintersemester 2019/20 jährlich fünf ko - stenlose Studienplätze für BurgenländerInnen geben. Die entsprechende Vereinbarung wur - de am 19. Juni von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil gemeinsam mit KRAGES-Ge - schäftsführer Harald Keckeis und der Führung der DPU präsentiert. Laut aktuellen Daten der Burgenländischen Gebietskrankenkasse gehen in den nächsten Jahren 60 Prozent der AllgemeinmedizinerInnen des Burgenlands in Pension. Ebenso besteht bei FachärztInnen für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Allgemeinchirurgie, Orthopädie und Traumatologie, Innere Medizin sowie Kinderheilkunde verstärkter Bedarf. Das Land Burgenland hat bereits eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, um die wohnortnahe ärztliche Versorgung nachhaltig abzusichern – darunter die Einrichtung der Akutordinationen, Förderungen für Medizinstudierende und Turnusärzte so - wie eine eigene Ordinationsförderung. Um aber bereits bei der Ärzteausbildung anzusetzen und AbsolventInnen von Medizin - studien künftig an das Burgenland zu „binden“, kommt nun ein neues, attraktives An - gebot hinzu: Auf Basis einer Kooperation zwischen dem Land Burgenland, der Burgenländischen Krankenanstalten GmbH (KRAGES) und der Danube Private University (DPU) in Krems werden ab Herbst jährlich fünf kostenlose Studienplätze für junge BurgenländerInnen zur Verfügung gestellt, die bereit sind, nach ihrer Ausbildung als Hausarzt oder Facharzt mit Kassenvertrag im Bur - genland oder in einer burgenländischen Krankenanstalt tätig zu sein. Foto: Bgld. Landesmedienservice v.l.: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, DPU-Präsidentin Hon.-Prof. Brigitte Wagner- Pischel, Robert Wagner, Direktor für wissenschaftliche Koordination der DPU, und KRAGES- Geschäftsführer Harald Keckeis Die Kooperationsvereinbarung „Wir haben mit der Danube Private University eine Kooperationsvereinbarung ge - troffen, die gestern auch bereits in der Landesregierung beschlossen wurde. Sie gibt uns seitens des Landes Burgenland die Möglichkeit, bereits ab Herbst 2019 pro Jahr fünf Studierende an diese Privatuniversität zu no - minieren. Das ist ein Meilenstein in der burgenländischen Gesundheitspolitik – denn erst mals bietet das Burgenland für Burgenländer finanzierte Medizin-Studienplätze an, die in der Folge auch im Burgenland arbeiten werden“, so der Landeshauptmann. Eigentlich sei die Schaffung von Medizin-Studienplätzen Sache des Bundes – da - bei sei es vor allem ein Problem, daß viele Mediziner aus EU-Staaten auf Kosten des Steuerzahlers ausgebildet werden, danach aber nicht in Österreich arbeiten: „Das ist aber eine Aufgabenstellung der Bundesregierung. Wir haben jetzt für das Burgenland einen im Bundesländervergleich völlig neuen Weg ein - geschlagen, mit der wir unserer eigenen Verantwortung für die Absicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung gerecht werden“, betont der Landeshauptmann: „Für die Umsetzung dieses Projektes haben wir mit der DPU einen renommierten Partner gefunden, der eine hochwertige Ausbildung garantiert.“ Konkret betrifft die Kooperation zwischen Land Burgenland und DPU, die mit 1. Juli 2019 in Kraft tritt, den Konsekutiven Bachelor- und Masterstudiengang Humanmedizin an der DPU Krems mit einer Studien - dauer von 6 Jahren (plus 2 Toleranzsemester). Fünf BurgenländerInnen jährlich be - kommen ab dem Studienjahr 2019/20 – also ab Oktober – die Möglichkeit, kostenlos an https://www.burgenland.at 71 der DPU zu studieren. Die Abwicklung und Finanzierung erfolgt durch eine interne Re - gelung zwischen Land und DPU bezüglich Studiengebühren – „teilweise durch eine Ko - stenreduktion, teilweise werden uns Studienplätze gratis zur Verfügung gestellt, aber die Kosten trägt jedenfalls das Land Burgenland“, so Doskozil. Das Auswahlverfahren für die Bewer - berInnen führt die Danube Private University nach den geltenden Kriterien durch. Zum Zug sollen pro Jahrgang die jeweils Bestgereihten kommen. Danach trifft das Land Burgenland mit den Nominierten eine vertragliche Vereinbarung, daß sie nach Absolvierung ihres Studiums fünf Jahre lang den Arztberuf im Burgenland ausüben müssen – entweder in einer burgenländischen Krankenanstalt oder als KassenvertragsärztIn im Landesgebiet. Zusammenarbeit von KRAGES und DPU Ab dem Wintersemester 2019/20 wird es außerdem eine enge Zusammenarbeit zwischen KRAGES und DPU in Sachen Forschung und Lehre geben – vor allem bei den klinischen Praktika. Denn im Rahmen der sechsjährigen Grundausbildung in Humanmedizin im Bachelor- und Masterstudiengang sind mehrere Praxis-Module zu durchlaufen: Studierende der DPU können den

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