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Ausgabe 186

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 Österreich, Europa und die Welt 40 Über den Europäischen Erfinderpreis Der Europäische Erfinderpreis ist einer der prestigeträchtigsten Innovationspreise Eu ropas. Er wurde 2006 vom Europäischen Patentamt ins Leben gerufen und ehrt einzelne Erfinder und Erfinderteams, deren Erfindungen Lösungen für einige der drängendsten Probleme unserer Zeit darstellen. Um sich für den Preis zu qualifizieren, müssen alle Bewerbungen spezifische Kriterien er - füllen, wie mindestens ein europäisches Pa - tent vom Europäischen Patentamt auf die Er - findung erhalten zu haben. Die Finalisten und Gewinner in den fünf Kategorien werden von einer unabhängigen Jury bestehend aus internationalen Größen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Akademie und Forschung ausgewählt, welche die Vorschläge auf deren Beitrag zum technischen Fortschritt, zur gesellschaftlichen Entwicklung, zum wirtschaftlichen Wohlstand und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa hin überprüft. Der Gewinner des Publikumspreises wird von der Öffentlichkeit aus den 15 Finalisten im Vorfeld der Verleihung über ein Online-Voting gewählt. Die diesjährigen 15 Finalisten wurden aus einem Pool von Hunderten Erfindern und Erfinderteams ausgewählt, die von der Öffentlichkeit, nationalen Patentämtern in Europa und EPA-Mitarbeitern vorgeschlagen worden sind. Über das Europäische Patentamt Das Europäische Patentamt (EPA) ist mit fast 7.000 MitarbeiterInnen eine der größten europäischen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes. Der Hauptsitz ist in München, Nie - derlassungen gibt es in Berlin, Brüssel, Den Mariana Karepova, Präsidentin des Österreichischen Patentamts, bei der Überreichung des Europäischen Erfinderpreises an Klaus Feichtinger und Manfred Hackl in Wien Haag und Wien. Das EPA wurde gegründet, um die Zusammenarbeit europäischer Staaten im Patentwesen zu fördern. Über das zentrale Erteilungsverfahren beim EPA können Erfinder auf der Grundlage einer einzelnen Patentanmeldung Patentschutz in bis zu 44 Ländern (mit einem Markt von rund 700 Millionen Menschen) erlangen. Das EPA gilt überdies als die weltweit bedeutendste Be - hörde für Patentrecherchen und Patentinformationen. Über das Österreichische Patentamt Das Österreichische Patentamt ist eine dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nachgestellte Be hörde für den gewerblichen Rechtsschutz in Österreich mit Sitz in Wien. Es ist unter an derem zuständig für Patente, Gebrauchsmuster, Marken, Geschmacksmuster (Designs), Halb - leitertopographie und Schutzzertifikatsanmeldungen. Der Zugang zum Gewerblichen Rechtsschutz ist erleichtert worden: Nationale Marken-, Patent- und Gebrauchsmuster können auch online angemeldet werden. 2014 wurde dies bereits bei der Hälfte aller Marken und Erfindungen getan. Seit 1. Januar 2015 können Marken nicht nur online angemeldet, sondern auch direkt nach dem Anmeldeprozeß bezahlt werden. n https://www.erema.com/ https://www.epo.org/ https://www.patentamt.at/ Fotos: Europäische Patentorganisation Gruppenfoto aller zum Europäischen Erfinderpreis Nominierten in der Wiener Stadthalle »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 186 / 01. 07. 2019 Österreich, Europa und die Welt IST Austria Nr. 2 der weltweit besten Forschungsinstitutionen Nature Index reiht IST Austria in Klosterneuburg an die Weltspitze – Wissenschaftsministerin Rauskala gratuliert 41 Foto: IST Austria Mit dem „Nature Index 2018“ veröffentlichte die renommierte wissenschaftliche Fachzeitung „Nature“ am 18. Juni die Er gebnisse der jährlichen Auswertung der Pu blikationsdaten von 82 weltweit etablierten Fachjournalen. Erstmals wurde dabei auch die Größe der Institutionen berücksichtigt, an denen die publizierenden Forscherinnen und Forscher arbeiten. Die bereinigte Statistik zeigt ein für Österreich erfreuliches Bild: das Institute of Science and Technology (IST Austria) in Klosterneuburg findet sich weltweit auf Platz 2 des Rankings. Platz 1 geht an das Cold Spring Harbor Laboratory in New York, USA. Platz 3 belegt das Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel. Neben dem IST Austria schafften es nur zwei weitere europäische Institutionen (EPFL in Lausanne und ETH Zürich) unter die besten 25 Forschungseinrichtungen weltweit. Campus des Institute of Science and Technology (IST Austria) in Klosterneuburg »Normalisiertes« Ranking Dieses „normalisierte“ Ranking erlaubt den Vergleich von Institutionen verschiedener Größe auf derselben Basis, wodurch auch kleinere Institutionen gemäß ihrem Publikationsoutput im Ranking sichtbar werden. David Swinbanks, Gründer von Nature In - dex: „Das normalisierte Ranking ist beson - ders interessant, da es auch Licht auf kleinere Institutionen wirft. Sie legen proportional gesehen einen richtigen Kraftakt hin und wä - ren trotzdem im Standardranking viel weiter unten platziert. Aber diese kleinsten Institutionen in den Top 10 haben eines gemeinsam: den Ehrgeiz zu den besten der Welt zu gehören.“ Grundlagenforschung at its best: IST Austria und BRIDGE-Netzwerkpartner Weltspitze „Wir freuen uns, daß mit dem sensationellen zweiten Platz im weltweiten Nature Index die Leistungen unserer ForscherInnen am IST Austria gewürdigt werden. Dies ist eine wunderbare Bestätigung für den eingeschlagenen Weg, eine österreichische Er - folgsgeschichte zu schreiben“, so Tom Henzinger, Präsident des IST Austria, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. War das IST Austria 2017 noch als eines der zehn weltweit besten, jungen „rising star“ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Institute gelistet, gelang im Jahr 2018 der Schritt in die Weltspitze aller Wissenschaftsinstitutionen – ob jung oder altehrwürdig. Der nunmehrige zweite Platz im Gesamtranking aller Forschungseinrichtungen zeigt, daß das IST Austria auch mit den berühmtesten Einrichtungen der weltweiten Wissenschaftsszene erfolgreich konkurriert. Darüber hinaus platzierten sich auch die Partner-Institutionen des erst kürzlich ge grün - deten BRIDGE Netzwerkes im Spitzenfeld. Das Weizmann Institut in Israel (Platz 3), das u.a. auch als Vorbild für den Aufbau des IST Austria diente, sowie die Rockefeller Univer - sität, USA (Platz 6) und das Okinawa Institute of Science, Japan (Platz 10) bilden ein Netzwerk von Einrichtungen mit besonderem Fokus auf Grundlagenforschung und Graduiertenausbildung. Die fünfte Partner-Institution ist das Crick Institut in Großbritannien, das nur aufgrund seiner Eigentümerstruktur nicht im Ranking erscheint. Tom Henzinger: „Daß sich auch unsere BRIDGE Partner un - ter den Top 10 befinden zeigt, daß die Kombination von Grundlagenforschung und Graduiertenausbildung ein besonders erfolgrei-

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