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Ausgabe 185

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Österreich, Europa und die Welt 8 Wahl im Zeichen der Innenpolitik mit vielen Spätentschlossenen Die innenpolitischen Ereignisse der letzten Tage haben diese Wahl mitgeprägt: Zwischen rund der Hälfte (ÖVP) und über 80 % (FPÖ) der jeweiligen ParteiwählerInnen sa - gen, daß sie bei dieser Wahl auch „ein innenpolitisches Zeichen“ setzten wollten. Entsprechend hoch ist mit 22 % der Anteil derjenigen Befragten, die sich erst „in den letzten Tagen“ entschieden haben (bei der NRW17 waren es insgesamt nur 9 % gewesen). Die SpitzenkandidatInnen der Parteien waren hingegen diesmal vergleichsweise weniger wichtig für die Wahlentscheidung. Ibiza-Videos und Regierungskrise als Grund zur (Nicht-)Wahl? Ibiza-Videos und Regierungskrise waren für fast jede/n zehnte/n WählerIn (8 %) der Grund, diesmal zur Wahl zu gehen. Umgekehrt sagen rund ebenso viele Wahlberechtigte (9 %), daß sie deshalb diesmal zuhause geblieben sind. Platzen der Koalition polarisiert Die Meinungen zum Ende der Koalition gehen nach Parteiaffinität stark auseinander: Während die WählerInnen von SPÖ, Grünen und NEOS darüber mit großer Mehrheit „erleichtert“ sind, herrscht bei rund zwei Drittel der FPÖ-WählerInnen Enttäuschung. Unter den ÖVP-WählerInnen zeigt sich mit 59 % ebenfalls eine Mehrheit „enttäuscht“, 17 % aber auch „erleichtert“ über das Ende der Koalition. Mehrheit sieht EU-Mitgliedschaft positiv Eine Mehrheit von 57 % aller WählerInnen sieht die österreichische EU-Mitgliedschaft positiv. Einzig unter FPÖ-WählerInnen sind 50 % (sehr/ziemlich) der Meinung, Österreich solle aus der EU austreten. Wahlmotive ÖVP gelingt breite Mobilisierung Gefragt nach dem „Hauptgrund“ für ihre Wahlentscheidung, nennen je 18 % der ÖVP- WählerInnen die inhaltlichen Standpunkte der Partei sowie den Spitzenkandidaten. 13 % nennen Sebastian Kurz als Wahlmotiv, 10 % sehen sich als StammwählerInnen. 7 % der ÖVP-WählerInnen sagen, daß sie sich erst wegen der aktuellen Regierungskrise für diese Partei entschieden haben, darunter vermutlich vor allem Personen, die bei der Nationalrationswahl 2017 noch FPÖ ge - wählt hatten. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 185 / 05. 06. 2019 Österreich, Europa und die Welt 9 Am meisten diskutierte Themen im Wahl - kampf waren unter ÖVP-WählerInnen Wirtschaft (26 % sehr häufig diskutiert), Zuwanderung (24 %) sowie „Umwelt- und Klimaschutz“ (22 %). SPÖ-Wahl für Soziales und als Zeichen gegen Rechts Unter den SPÖ-WählerInnen nennen 31 % Inhalte als Hauptgrund für ihre Wahlentscheidung. 11 % sagen, sie wollten ein Zeichen gegen Rechts setzen. 8 % haben sich erst aufgrund der aktuellen Regierungskrise für die SPÖ entschieden. Am häufigsten haben SPÖ-WählerInnen im Wahlkampf über Sozialpolitik (49 % „sehr häufig“), das Erstarken nationalistischer Kräfte in Europa (45 %) sowie über Umwelt- und Klimaschutz (36 %) diskutiert. FPÖ im Zeichen von EU-Gegnerschaft und „Jetzt erst recht“ Die FPÖ hat bei dieser Wahl beinahe ein Monopol als Partei der EU-Gegner. Rund ein Viertel (24 %) der FPÖ-WählerInnen nennt die inhaltlichen Standpunkte der Partei als Hauptmotiv für die Wahl, 17 % den Spitzenkandidaten. Ebenfalls ein wichtiges Wahlmotiv war der Wunsch, die FPÖ innenpolitisch zu unterstützen: 57 % der FPÖ-WählerInnen stimmen „sehr zu“, daß sie ein innenpolitisches Zeichen setzen wollten. 16 % sa - gen, daß sie überhaupt erst aufgrund der Regierungskrise zur Wahl gegangen sind. Wichtigste Themen für die FPÖ-Wäh - lerInnen waren mit großem Abstand Zuwanderung (70 % sehr häufig diskutiert) sowie Sicherheit (45 %). Grün-WählerInnen besorgt um Zukunft der EU und Erderwärmung Auch für Grün-WählerInnen standen Inhalte im Vordergrund (47 % Hauptmotiv für ihre Wahl). Wie die Analyse der im Wahlkampf dis - kutierten Themen zeigt, ist dies insbesondere das Umwelt- und Klimathema (68 %). 54 % haben „sehr häufig“ über das Erstarken na - tionalistischer Kräfte in Europa diskutiert. NEOS als Alternative für pro-europäische WählerInnen Hauptmotive für die Wahl der NEOS waren neben Inhalten (22 %) und Spitzenkandidatin (19 %) auch die Glaubwürdigkeit der Partei (15 %), die bisherige Arbeit in der EU, daß keine andere Partei wählbar sei sowie der Wunsch, generell pro-europäische Kräfte zu stärken (je 9 % „Hauptmotiv“). »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

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