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Ausgabe_184

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 184 / 06. 05. 2019 Personalia Haslauer gratulierte Europakloster-Gründer Johannes Pausch Psychotherapeut, Sozialpädagoge und Klostergründer – Johannes Pausch hat viele Seiten und Berufungen. Zum Siebziger stellte sich Landeshauptmann Wilfried Haslauer im Europakloster in St. Gilgen mit herzlichen Glückwünschen ein: „Sie sind ein Segen und ein Glücksfall für Salzburg.“ Das Leben des Benediktinermönchs und Priesters verlief keineswegs geradlinig. Mit 17 Jahren flog der gebürtige Oberpfälzer als echter „68er“ von der Klosterschule, vier Jahre später trat er in den Orden ein. Er war Lehrer und Erzieher am Gymnasium und ist heute gefragter Mediator sowie Berater in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft, Ma - nagement und sozialem Zusammenleben. Mönch und Geschäftsmann 1993 gelang ihm die Gründung des Europaklosters Gut Aich in St. Gilgen, zu dem Wirtschaftsbetriebe mit aktuell 44 Mitarbeitern und ein Seminarbetrieb mit mehr als 1.000 Nächtigungen pro Jahr gehören. 2012 begründete Pausch die „Europäische Kloster - heilkunde“ und wurde erst kürzlich erneut für sechs Jahre zum Prior gewählt. „Es gilt für Kirchenführung wie auch für die Politik, Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr v.l.: Europakloster-Gründer Pater Johannes Pausch, der seinen 70er feierte, mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und der Bezirkshauptmann von Salzburg-Umgebung, Reinhold Mayer daß wir nicht Bote der Vergangenheit, sondern Lotse in die Zukunft zu sein haben. Letztlich geht es darum, nicht den einfachen, sondern den richtigen Weg zu finden und zu Wiener Ehrenzeichen für Schriftstellerin Barbara Frischmuth Landeshauptmann Michael Ludwig überreichte am 9. April der bekannten österreichischen Schriftstellerin Barbara Frischmuth das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. An der Ehrung nah men zahlreiche prominente Gäste teil, z. B. Altbundespräsident Heinz Fischer, die D rek - torin der Nationalbibliothek Johanna Ra - chinger, Helga Rabl-Stadler, Paul Lendvai so - wie die Autoren Alfred Komarek und Diet - mar Grieser. Die Laudatio hielt die Literaturwissenschafterin Assoz.Prof. Anna Babka. Der Landeshauptmann würdigte in seiner Begrüßung die literarischen Verdienste von Barbara Frischmuth und erwähnte, daß sie einen Teil ihres Lebens in Wien verbracht ha be. Als Schrebergartenbesitzer lese er be - sonders gerne ihre Gartenbücher. Anna Babka bezeichnete in ihrer Laudatio Barbara Frischmuth als „Protagonistin der Schrift“. Sie hob die Bedeutung der Verbindung zu den Menschen und der umgebenden Landschaft in den Werken der Schriftstellerin hervor und würdigte die Qualität ihrer Übersetzungen. Barbara Frischmuth nützte ihre Dankesrede zur bedauerlichen Feststellung, daß ge - Foto: PID/Schaub-Walzer nerell die Ehrungen für Frauen in der Minder - zahl seien, und sprach sich dafür aus, Menschen mit Migrationshintergrund in intellektuelle Gesprächsrunden einzubeziehen. Barbara Penner-Frischmuth wurde 1941 in Altaussee geboren. Nach der Matura studierte sie Türkisch, Englisch und Ungarisch »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 96 gehen.“ Das gab Haslauer dem umtriebigen Superior des Europaklosters mit auf seinen weiteren Lebensweg. https://www.europakloster.com/ Bürgermeister Michael Ludwig und Barbara Frischmuth nach der Ehrung im Wiener Rathaus und begann 1966 eine Karriere als freie Schriftstellerin und Übersetzerin. Bereits in ihren Anfängen sorgte sie mit ihrer Literatur für Furore. Ihr umfangreiches literarisches Werk wurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt. n https://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Frischmuth

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 184 / 06. 05. 2019 Religion und Kirche Michael Chalupka ist neuer evangelisch-lutherischer Bischof Chalupka: »Evangelium steht für Gemeinschaft, die niemanden ausgrenzt.« 97 Foto: epd / M. Uschmann Der neue Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich heißt Michael Chalupka. Der 59jährige Wiener wurde am 4. Mai in Wien von den Delegierten der Sy - node mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit gewählt. Im 12. Wahlgang entfielen auf den früheren Direktor der Diakonie Österreich und aktuellen Geschäftsführer der Diakonie Bildung 47 von 62 Stimmen. Der ober - österreichische Pfarrer und Senior Andreas Hochmeir erhielt 14 Stimmen, eine Stimme war ungültig. Der dritte Kandidat, der Kärntner Superintendent Manfred Sauer, hatte sei - ne Kandidatur nach dem 6. Wahlgang zurück - gezogen. Sein Amt als Nachfolger von Bi - schof Michael Bünker, der in den Ruhestand tritt, wird Chalupka am 1. September antreten. „Ich nehme die Wahl mit Freude und Dankbarkeit an“, sagte Michael Chalupka kurz nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses und zeigte sich „überwältigt und berührt“ von der „intensiven Auseinandersetzung“ um die - ses Leitungsamt. Die evangelische Kirche setze sich aus vielen Traditionen zusammen, gemeinsame Aufgabe sei es, „aufeinander zu zugehen und Brücken zu bauen“. Die Synode der evangelisch-lutherischen Kirche hat Michael Chalupka (Mitte) als Nachfolger von Bischof Michael Bünker (l.) zum Bischof gewählt – im Bild mit Synodenpräsident Peter Krömer Foto: epd / M. Uschmann Andreas Hochmeir gratulierte dem neuen Bischof und bot seine Zusammenarbeit an. Das gemeinsame Ringen um die Entscheidung habe er positiv erlebt. Auch Manfred Sauer gratulierte und wünschte Chalupka „Gottes inspirierenden Geist“ für das Amt. Der designierte Bischof Michael Chalupka bei seinen Dankesworten »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Michael Chalupka wurde 1960 in Graz geboren, studierte Theologie in Wien und Zürich, war Pfarrer in Mistelbach, steirischer Fachinspektor für Religionsunterricht, von 1994 bis 2018 Direktor der evangelischen Hilfsorganisation Diakonie Österreich und ist seitdem Geschäftsführer der Diakonie Bil - dung. Die zunehmende Säkularisierung und das Abdrängen von Glauben und Kirche ins Private hält Chalupka „für eine zentrale Herausforderung, vor der wir als Evangelische Kirche stehen.“ In dieser Situation gelte es zu vergegenwärtigen, daß „unser Glaube nicht unser Eigentum ist, das wir gestalten dürfen wie unser Schrebergärtlein, sondern ein Geschenk Gottes, das uns in Dienst nimmt und befähigt, mutig Kirche in der Diaspora zu sein.“ Die plurale Gesellschaft brauche Orte wie die Kirche, an denen unterschiedlichste Menschen einander begegnen, die sonst nie zusammenkämen, „wie einen Bissen Brot“. Der frühere Diakonie-Direktor verweist zudem auf das notwendige Zu sam menspiel von Kirche und Diakonie: Die eine könne es nicht ohne die andere geben, das diakonische Engagement sei „wesentlicher Teil der Kirchenentwicklung“. Um die „rechtlichen,

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