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Ausgabe_184

Das "Österreich Journal" zum Durchblättern - die gewohnten vier verschiedenen pdf-Varianten zum Download finden Sie hier: http://www.oesterreichjournal.at/

ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 184 / 06. 05. 2019 Chronik 88 Augartenabsenkung, Stadtbalkon und Kajakwelle stehen vor der Fertigstellung In die Verlängerung geht auch der Puchsteg, der eigentlich als Brücke bezeichnet werden kann. Die von RadfahrerInnen und FußgängerInnen genutzte Ost-West-Verbindung über die Mur wird nämlich künftig allen modernen Anforderungen gerecht. Stadtrat Kurt Hohensinner: „Der Radweg entlang der Mur ist schon heute die größte Sportfläche der Stadt. Das beweisen unzählige Läufer, Radfahrer, Skater und Walker jeden Tag. Jetzt rücken wir auch den Wassersport in den Mittelpunkt. Ein Highlight wird dabei die Surf- und Kajakwelle mit Wildwasserbereich bei der Murinsel sein. Diese zwei Meter hohe Wasserwelle wird rund acht Monate im © Kratzer & Partner ZT GmbH Graz surft auf einer neuen Kajak-Welle… Jahr nutzbar und wettkampftauglich und – in Abstimmung mit der ASVK – ein Herzstück des neuen Lebensraums Mur inmitten der Innenstadt sein.“ Davon zeigt sich Michael Strömer vom Kajak Club Graz begeistert: „Für uns Kajakfahrer ist das eine wahnsinnig tolle Sache. Die Welle ist einzigartig und wurde weltweit noch nie inmitten einer Stadt realisiert. Sie wird viele Zu schauer anziehen und da - mit Bewegung in die Stadt bringen!“ Auch das dringend sanierungsbedürftige Gebäude des Kajakclubs Wi kinger am Marburger Kai wird architektonisch neu gestaltet und mit weiteren Funktionen ausgestattet. In der Stadtsenatssitzung wurden dafür 55.000 Euro freigegeben. Ein weiteres Projekt ist jenes auf den ehemaligen Grabeländern in der Angergasse. Hier entsteht ein nutzungsoffener Wassersport- und Freizeitstützpunkt – eine Art Marina, die sowohl den Einsatzorganisationen dient, als auch für RudererInnen, Stand-up-PaddlerInnen und KajakfahrerInnen Anlegestelle und sicherer „Hafen“ im Winter sein kann. Im Rahmen der Arbeiten wird zudem der Be zirks sport - platz am Grünanger komplett sa niert und um eine Footvolley-Anlage erwei tert. Grafit: Energie Steiermark / achtigzehn Kosten: m Surf- und Kajakwelle mit Wildwasserbereich: 1,74 Mio. Euro m Erholungsfläche Grabeländer – Wassersport- und Freizeitzentrum: 800.000 Euro m Feuerwehrbootshaus: 300.000 Euro m Kajakclub Wikinger: 1,44 Mio. Euro m Stadtbalkon: 180.000 Euro m Augarten, Ausbaustufe 2 (BürgerInnenbeteiligung und Nach - justierung): 580.000 Euro m Grabeländer – Wassersport- und Freizeitstützpunkt (inkl. Planung): 800.000 Euro m Puchsteg NEU (Zuzahlung für Qualitätssteigerungen auf Wunsch der Stadt): 480.000 Euro Mit den Grundstückskäufen und der Regionalförderung des Landes für Mur-Projekte ergibt dies rund 6,5 Mio. Euro, die die Stadt in den Lebensraum Mur investiert. n https://www.graz.at/ »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 184 / 06. 05. 2019 Chronik Die »Oesterreich« – ein Luxusliner Am 29. Juli 1928 wurde das erste Dieselmotor-Passagierschiff auf dem Bodensee offiziell auf den Namen »Oesterreich« getauft. 89 Foto: Hohentwiel Schifffahrtsgesellschaft m. b. H. / Michael Haefner Es war die Zeit des großen Aufatmens: Nach dem ersten Weltkrieg sehnten sich die Menschen nach Luft, Leben und Schönheit. Der Achtstundentag und tarifliche Ur - laubsregelungen wurden eingeführt. Die Freizeit wurde demokratisiert. Die luxuriöse Erscheinung der Oesterreich, die im Juli 1928 offiziell in Betrieb genommen wurde, begeisterte das erlebnishungrige Publikum von Anfang an. Am 18. April 2019 konnte die „Oesterreich“ nun wieder offiziell in Betrieb genommen werden. Zurück zum Ursprung Am 29. Juli 1928 wurde das erste Dieselmotor-Passagierschiff auf dem Bodensee of - fiziell auf den Namen „Oesterreich“ getauft. Das elegante, maritime Aussehen der Oesterreich im Stil des Art déco faszinierte die Passagiere. Hier fühlte man sich weniger wie auf einem Bodensee-Kursschiff als vielmehr auf einer Privatyacht im Mittelmeer. Nach 80 Jahren im Betrieb als Passagierschiff, als Eisbrecher, als Kriegsschiff und einer geplanten Versenkung sowie einem er - neuten Umbau, hätte die Oesterreich eigentlich verschrottet werden sollen. Doch dagegen kam Widerstand auf. Eine wachsame Gruppe von Schiffsfreunden war entschlossen, die Oesterreich zu retten. 2014 wurde der Verein „Freundeskreis MS Oesterreich “ ins Leben gerufen. 2015 begann ein Team von insgesamt 25 Freiwilligen mit dem „Ausbeinen“. In über 1100 Stunden wurden bis zum Frühjahr 2016 etwa 75 Tonnen Material ausgebaut. Während des Ausbaus der Inneneinrichtung muß - te festgestellt werden, daß auch der gesamte Aufbau des Schiffes ersetzt werden muß. Damit wurde die Entscheidung bestätigt, das Schiff wieder in seinem ursprünglichen Zu - stand neu aufzubauen. Der Rückbau hätte den Verein finanziell überfordert. In kürzester Zeit fand sich ein glücklicherweise ein weiterer Freundeskreis. Eine GmbH wurde ge gründet, welche die finanzielle Basis für die grundlegende Renovierung auf die Beine stellte. Weitere wichtige Unterstützungen ka - men durch das Land Vorarlberg und die europäische INTERREG-Förderung hinzu. Am 18. April 2019 konnte die Oesterreich nun wieder offiziell in Betrieb genommen werden. Ein Freudentag nicht nur für die vielen Initiatoren und unermüdlichen Hel - fer, sondern auch ein Symbol dafür, was alles möglich ist, wenn Menschen sich zu - »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at sammentun und ein wichtiges Kulturgut für die Nachwelt retten. Auf ein langes drittes Leben Das Art déco-Motorschiff Oesterreich und der Jugendstil-Schaufelraddampfer Ho - hentwiel verkörpern die historische Schifffahrt auf dem Bodensee – von der Belle Époque bis in die Goldenen Zwanzigerjahre. Ge - meinsam werden die zwei Traumschiffe ab sofort unter dem Dach „Historische Schifffahrt Bodensee“ vermarktet. Beide Schiffe bieten denselben Komfort, bieten in etwa gleich viel Personen unter Deck Platz, die Oesterreich ist auf dem Hauptdeck zudem barrierefrei. Da die Oesterreich auch wintersicher rekonstruiert wurde, kann sie das ganze Jahr über betrieben werden. Mit insgesamt 30 Themenfahrten und zwei Schiffen im Sommer- und Winterbetrieb steigen die beiden Unternehmen Hohentwiel und Oester reich zu den größten Anbietern an öffentli chen Fahrten und im Charterbetrieb am Bo densee auf. n http://www.hohentwiel.eu http://www.ms-oesterreich.eu

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