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Ausgabe_184

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ÖSTERREICH JOURNAL NR.

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 184 / 06. 05. 2019 Österreich, Europa und die Welt Abkommen mit Département de la Vienne erneuert 40 Steiermarks Europalandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Bildungslandesrätin Ursula Lackner unterzeichneten am 25. April in Poitiers mit dem Präsidenten des Département de la Vienne, Bruno Belin, ein weiteres Partnerschaftsabkommen zwischen der Stei - ermark und der westfranzösischen Region. Die seit 1995 bestehende Zusammenarbeit, bei der bisher vor allem gemeinsame Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur im Mittelpunkt standen, soll künftig auch in der Energie- und Umwelttechnik in - tensiviert werden. Die Regionspartnerschaft mit la Vienne ist die längste und eine der erfolgreichsten des Landes Steiermark. „Wir arbeiten mit dem Département de la Vienne seit 1995 in unterschiedlichen Bereichen sehr eng zu - sammen und es konnten zahlreiche Projekte umgesetzt werden, von denen beide Regionen profitieren“, so Landesrätin Eibinger- Miedl, die besonders den neuen Schwerpunkt der Energie- und Umwelttechnik im Abkommen betont: „Wir setzen in der Stei - ermark seit vielen Jahren auf den Ausbau grüner Technologien und haben in diesem Bereich sehr innovative, international er - folgreiche Unternehmen. Unser Green Tech Cluster wurde bereits mehrfach als weltbester Umwelttechnik-Cluster ausgezeichnet. Hier gibt es großes Interesse von französischer Seite an einer engen Zusammenarbeit. Ich freue mich daher sehr, daß wir die bisher so erfolgreiche Partnerschaft mit dem Dé - partement de la Vienne in Zukunft noch er - weitern können!“ Bildungslandesrätin Ursula Lackner verwies auf die lange Tradition an erfolgreichen gemeinsamen Projekten im Bildungsbereich: „Schon bisher hat diese Kooperation vielen steirischen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, Bildungsangebote über die österreichischen Grenzen hinaus in Anspruch zu nehmen, sei es über Schüleraustauschprogramme, Direktorenund Lehreraustausch, verschiedene Jugendaktivitäten oder EU-Programme. Diese Zu - sammenarbeit wollen wir nun ausbauen und auch digitale Kooperationsmöglichkeiten Das Land Steiermark erneuerte sein Kooperationsabkommen mit der westfranzösischer Region Foto: Land Steiermark Europalandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (l.) und Bildungslandesrätin Ursula Lackner überreichen das Schreiben des Landeshauptmanns mit dem Unterstützungsangebot für den Wiederaufbau der Notre Dame an den Weihbischof von Paris, Monseigneur Denis Jachiet. Mit dabei: der Österreichs Botschafter in Frankreich, Michael Linhart einfließen lassen. Es gibt zahlreiche Ideen und für beide Seiten interessante Ansatzpunkte, die in den nächsten Wochen und Mo - naten in konkrete Pläne und Angebote verpackt werden“, so Lackner, die auch Präsidentin der Bildungsdirektion Steiermark ist. Steiermark bietet Know-How beim Wiederaufbau von Notre-Dame an In Paris überreichten die beiden Landesrätinnen gemeinsam mit dem österreichischen Botschafter Michael Linhart ein Schreiben von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer an den Weihbischof von Paris, Monseigneur Denis Jachiet, in dem die Steiermark ihre Unterstützung beim Wiederaufbau von Notre-Dame anbietet. In dem von Landesrat Johann Seitinger initiierten Schreiben wird auf das Know-How und die Leistungen der steirischen Holzwirtschaft sowie von hei - mischen Forschungseinrichtungen verwiesen. Der Weihbischof schilderte seine Wahrnehmungen über den Brand in der berühmten Kathedrale und die Pläne für den Wiederaufbau. »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at Langjährige erfolgreiche Partnerschaft Die Steiermark und das Département de la Vienne haben seit 1995 ein Partnerschaftsabkommen. Die Kooperation war bisher vor allem von gemeinsamen Projekten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur geprägt. Neben zahlreichen Austauschprogrammen arbeiten beispielsweise die Universitäten Graz und Poitiers seit vielen Jahren eng zusammen. Die Fachhochschule Joan neum hat seit 2007 eine Partnerschaft mit der ENSMA (Ècole Nationale Supérieure en Mécanique et Aéronatique), einer der führenden Ausbildungsstätten für Luftfahrttechnik in Frankreich. Das Département de la Vienne liegt im Westen Frankreichs. Es hat rund 437.000 Ein - wohnerInnen, 150.000 leben in der Hauptstadt Poitiers. La Vienne gehört zur Region Nouvelle- Aquitaine, die als flächenmäßig größte Re - gion Frankreichs insgesamt 12 Dé par te - ments umfaßt. n https://www.verwaltung.steiermark.at/ https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%A9partement_Vienne

ÖSTERREICH JOURNAL NR. 184 / 06. 05. 2019 Österreich, Europa und die Welt Tiroler Know-How punktet in Japan Land Tirol fördert »SynCraft. Das Holzwerk« mit 318.000 Euro Bald liefert ein Holzkraftwerk „made in Tirol“ Energie am anderen Ende der Welt: Die Firma SynCraft konzipiert hocheffiziente Holzkraftwerke. Ein Millionenprojekt wird nun – nach Kraftwerksbauten in Innsbruck, Vorarlberg und Südtirol – auch in Japan realisiert. Möglich machen diese Er - folgsgeschichte unter anderem die Förderungen des Landes Tirol, die seit 2009 in Sum - me 318.000 Euro betrugen. „SynCraft ist ein beeindruckendes Beispiel für ein Tiroler Un - ternehmen, das durch seine Innovationskraft besticht und damit in Übersee nun höchst er - folgreich ist“, erklärte Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf beim Besuch des Unternehmenssitzes in Schwaz. SynCraft- Geschäftsführer Marcel Huber betonte: „Die Förderungen des Landes waren neben den Förderungen des Austria Wirtschafts Service (AWS) und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ein wichtiger Faktor für unsere erfolgreiche Entwicklung.“ Mithilfe des AußenwirtschaftsCenters Ös terreich und durch eine Messe in Nagano kam SynCraft in Kontakt mit ihren heutigen japanischen Partnern von „Forest Energy“. Bereits nach eineinhalb Jahren wurde der große Deal vereinbart. „Für japanische Verhältnisse ist das ein sehr schneller Geschäftsabschluß und zeigt, daß die Tiroler mit ihrem Produkt überzeugen konnten“, analysiert Zoller-Frischauf, die den Wirtschaftskontakt heimischer Betriebe mit japanischen Unternehmen und die dabei einhergehenden Ge - pflogenheiten gut kennt. Wertschöpfung bleibt in Tirol In Sachen Firmenphilosophie versteht sich SynCraft als 100prozentiger Tiroler Betrieb. „Wir haben hier in Tirol unsere Basis und arbeiten mit regionalen Lieferanten zusammen. Dabei ist es egal, ob wir in Österreich oder in Japan Projekte realisieren“, betont Huber. Zoller-Frischauf freut das: „Damit ist gesichert, daß die Wertschöpfung zu einem guten Teil im Land und bei heimischen Be - trieben bleibt – auch bei einem Kraftwerksbau in Übersee.“ Ein Holzkraftwerk von SynCraft kann zwischen 400 und 4.000 Haushalte versorgen. „Mit Holz verwenden wir einen nachwachsenden Rohstoff. Das Kraftwerk funktioniert auf Knopfdruck und ist nicht von Wind oder Sonne abhängig“, Fotos: Land Tírol/Kathrein v.l.: Karl Heinz Greil (GF Stadtwerke Schwaz), Marcel Huber (GF SynCraft), LR Patrizia Zoller-Frischauf und Rainer Seyrling (Vorstand Landesabteilung Wirtschaft und Wissenschaft) Ein SynCraft-Biomasseheizkraftwerk, das als Entwicklungsplattform der Schwebebettvergasungstechnologie und für alternative, biogene Rohstoffe wie Rinde, Stroh und Altholz fungiert informiert Hu ber. Beim Betrieb entstehen keine Emissionen – im Gegenteil. Das Ne– benprodukt in Form von hochwertiger Holzkohle stellt de facto gespeichertes CO 2 dar und eignet sich zusätzlich als Bodendünger oder zum Grillen. Es findet auch in der Tierfütterung als Bio-Futterzusatz Verwendung. Mit dieser Ent wicklung ist SynCraft eine Negativ-Emission-Technologie gelungen. Innovations- und Technologieförderung des Landes Tirol Die Fördermittel für SynCraft, die eine Ausgründung des Management Centers »Österreich Journal« – http://www.oesterreichjournal.at 41 Inns bruck (MCI) ist, stammen aus der Innovations- und Technologieförderung des Landes. Ein Teil davon wurde über das Förderungsprogramm Regionale Kompetenzzentren (K-Regio) ausgeschüttet, das über die Standortagentur Tirol abgewickelt wird. „Ziel der Unterstützung ist eine höhere Innovations- und Technologieentwicklungstätigkeit der kleinstrukturierten Tiroler Wirtschaft. Damit erhöhen wir die Wettbewerbsfähigkeit und sichern das nachhaltige Wachstum“, erläutert Zoller-Frischauf. https://www.tirol.gv.at/ http://www.syncraft.at/

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